Junk, Junk Food, Junkie – Ungesundes Essen kann süchtig machen

Auch ich verspüre manchmal diesen Heißhunger auf ungesundes Essen. Hin und wieder ist es dann wahllos irgendeine Burgerbude, die meine Begierde stillt. Doch zum Glück passiert mir das eher selten, denn in „The New Scientist“ wurden nun die Ergebnisse einer amerikanischen Studie zum Thema Junk Food veröffentlicht. Das Resultat ist erschreckend: Der regelmäßige Genuss von Junk Food kann ähnliche Suchtzustände auslösen wie der Konsum von Kokain oder Heroin.
Der Artikel berichtet von Suchtverhalten bezüglich Junk Food.

In Versuchen an Nagetieren stellten die Forscher beim Konsum von Sirup Veränderungen im Gehirn und im Verhalten fest. Über einen Monat wurden die Tiere regelmäßig neben dem normalen Futter zusätzlich mit der dickflüssigen Zuckerbombe gefüttert. Wurde der Sirup entzogen, zeigten die Tiere Angstreaktionen und Entzugserscheinungen.

Die Chemie macht’s

Ebenso wie bei der regelmäßigen Einnahme von Drogen kann auch Junk Food das chemische Gleichgewicht im Gehirn erheblich stören. Zusätzlich erwies eine weitere Studie einen Anstieg des Dopamin-Spiegels. Bei Menschen, denen man Bilder ihres Lieblingsessens zeigte, wurden dieselben Hirnareale aktiviert wie bei Drogenabhängigen, die ihren „Stoff“ sahen. Dauert der Konsum jedoch längere Zeit an, stumpft das Belohnungssystem allmählich ab und man gibt sich dem hemmungslosen Fressen hin. Angesichts solcher Tatsachen, sollte der Besuch bei McDonald´s und Co. doch eher die Ausnahme als die Regel sein.


Artikelbild: Christian Schwier – Fotolia

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