Jüdische Ärzte zur Zeit des Nationalsozialismus

Jüdische Ärzte zur Zeit des Nationalsozialismus – Dieses Thema soll das Interesse bei jungen Medizinern wecken. Susanne Rueß verfasste zu dieser Thematik eine Dissertation, die in diesem Jahr mit dem Forschungspreis ausgezeichnet worden ist.

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Die Medizinerin aus Stuttgart widmete sich in ihrer Dissertation Einzelschicksalen jüdischer Ärzte während der Diktatur der Nazis und auch in der Zeit danach. Nach Ansicht der Jury hat die Autorin das Thema vorbildlich dargestellt.

Jüdische Ärzte während des Nationalsozialismus – Zivilcourage und ärztliche Ethik

„Die Arbeit der Stuttgarter Ärztin sei nicht nur ein herausragendes Gedenkbuch, das die Opfer aus der Anonymität heraushole. Es sensibilisiere auch die nachwachsende Ärztegeneration dafür, dass Zivilcourage möglich und ein bleibendes Thema ärztlicher Ethik sei.“

Der diesjährige Forschungspreis, der vom Bundesgesundheitsministerium (BMG), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Bundesärztekammer zum bereits dritten Mal vergeben wurde, ging in diesem Jahr an drei weitere geschichtswissenschaftliche Veröffentlichungen. Insgesamt ist er mit einem Betrag in Höhe von 10.000 Euro dotiert.

Zentralrat der Juden in Deutschland

Die aus Vertretern des Zentralrats der Juden in Deutschland zusammengesetzte Jury vergab in diesem Jahr drei Hauptpreise sowie einen Sonderpreis. Die Jury sprach sich dabei positiv über die „hohe Qualität und Forschungstiefe“ der eingereichten Arbeiten aus. Zudem war die Jury davon begeistert, dass der Anteil der medizinischen Dissertationen am Thema „Medizin und Nationalsozialismus“ deutlich gestiegen ist.

Die Juroren waren im Besonderen von Arbeiten beeindruckt, die sich dem Schicksal jüdischer Mediziner widmeten und dabei Bezug auf die Frage der „Wiedergutmachung“ nahmen.

Ärzte im Nationalsozialismus – Vergabe des Sonderpreises

Mit dem diesjährigen Sonderpreis wurde Hansjörg Ebell ausgezeichnet, der sich dem 70. Jahrestag des Entzugs der Approbation aller jüdischer Mediziner widmete. Sein Ziel ist es, mit einer Ausstellung die Erinnerungen an die Ausgrenzung der jüdischen Ärzte darzustellen, denen es durch die Nazis untersagt wurde, Krankheiten zu heilen und Patienten zu betreuen. Durch die einzigartige mediale Darstellung des Themas Jüdische Ärzte während des Nationalsozialismus wird auch bei einem jüngeren Publikum das Interesse an der Thematik geweckt.

Diese Wanderausstellung wurde bereits an mehreren Orten gezeigt und konnte somit einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Aktuell findet die Ausstellung noch bis zum 29. April 2011 im Haus der Bundesärztekammer (Berlin-Tiergarten) statt.

Mediziner

Comments (1)

  1. Peter Lustig sagt:

    Interessant zu wissen. Ist die Ausstellung ab jetzt bis zum 29 April geöffnet?

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