Hosen in den Socken – Das Grauen kommt auf Nike Air Max

Wer kennt sie nicht oder hat sie zumindest nicht schon mal aus der Ferne erspähen können? Jugendliche, die es für absolut stylisch halten, sich ihre Hosen in meist weiße Tennissocken zustecken und dazu passenderweise die angesagten Picaldi-Jacken und Nike Air Max-Treter tragen. Sie bezeichnen sich selber gerne als Gangstas oder würden wohl lieber welche sein.


Idealerweise trägt der geschmackvolle Teenager von heute dazu eine Eastpak-Gürteltasche locker um die Schultern geschnallt und eine Frisur, die wie ein undefinierbares haariges Elend aussieht. Idealerweise natürlich mit pinken oder blonden Strähnen.

Aber bleiben wir bei den Hosen. Wo liegt eigentlich der Ursprung dieses Dilemmas, dessen Anblick einem alltäglich die Haare zu Berge stehen lässt? Vermutlich hat dieser Kleidungsstil seinen Ursprung in der Graffiti-Szene. Unter Sprayern ist es nicht unüblich weite und locker sitzende Hosen zu tragen. Und da ihr Hobby nicht gerade eines der legalsten ist, kann es des Öfteren zu Kontakt mit Mitgliedern der örtlichen Polizei kommen. Und damit die Jungs beim Wegrennen vor der Polizei nicht auf ihre weiten Hosen treten, haben sie diese kurzerhand in ihre Strümpfe gesteckt. So betrachtet, ergibt die ganze Sachlage durchaus einen Sinn.

Der komplett ausgestattete Gangsta trägt natürlich noch ein schickes Mützchen auf dem Kopf. Am Besten eignen sich Basecaps, die im letzten Loch geschlossen werden und die sich die werten Herren wie ein Vogelnest auf den Kopf setzen. Applaus!

Des Weitern fällt in dieser Gruppe Heranwachsender der außergewöhnliche Sprachstil auf. Ihre wohl überlegten Äußerungen beinhalten in der Regel etwa bis zu 5 Mal pro Satz das Wort „Alta“ oder „Isch“. Gelegentlich empfehlen sie ihren Freunden auch „Ich f*** deine Mudda.“. Ja, da kommt Hoffnung auf, wenn man an seine Zukunft denkt, und diese Generation (hoffentlich nicht) das Zepter übernehmen wird.

Mediziner

Comments (1)

  1. Harry Mason sagt:

    da muß ich ja woll dem oder der Autor/in recht geben, so viel Elend is kaum zu ertragen. In unserer Region, ein großes Ballungsgebiet na der Holländischen Grenze, erntet man für entsetzte Bilcke auf diese Art von Hosenbein noch den schönen Satz „Altar wass guks du altar isch mach dich Messer altar.“