Hashimoto-Thyreoiditis: Wenn der Körper die eigene Schilddrüse angreift

Unter der Hashimoto-Thyreoiditis versteht man eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Bei der Krankheit richtet sich der Körper gegen die eigene Schilddrüse, was zu einer Entzündung des Organs führt und in der Folge eine Schilddrüsenunterfunktion auslöst.

Bei der Schilddrüse handelt es sich um ein kleines Organ mit großem Nutzen. Gerät die Funktionalität der unterhalb des Kehlkopfs gelegenen Hormondrüse aus den Fugen, wirkt sich das auf den gesamten Körper aus. Dies ist unter anderem bei der so genannten Hashimoto-Thyreoiditis der Fall.

Hashimoto-Thyreoiditis: Wenn der Körper die eigene Schilddrüse angreift

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung: Der Körper richtet sich „irrtümlich“ gegen die eigene Schilddrüse und zerstört Gewebe. Es kommt zu einer chronischen Entzündung, die später in eine Schilddrüsenunterfunktion resultiert. Die Krankheit kommt vor allem bei Menschen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr vor, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.

Ursachen und Symptome

Die genauen Ursachen der Hashimoto-Thyreoiditis sind noch nicht hinreichend geklärt. Als sicher gilt, dass die Krankheit in den Genen stecken kann. Darüber hinaus wird vermutet, dass auch Faktoren wie Infektionen (hervorgerufen durch Bakterien oder Viren), hohe Jodbelastungen, hormonelle Veränderungen und Stress etwas mit dem Ausbruch einer Hashimoto-Thyreoiditis zu tun haben könnten.

Es sind zwei Verlaufsformen der Hashimoto-Thyreoiditis bekannt: die atrophe Form, die ein fortschreitendes Schrumpfen der Schilddrüse zur Folge hat, und die hypertrophe Form, bei der die Schilddrüse immer größer wird und es zur Kropfbildung kommt. Eine Hashimoto-Thyreoiditis äußert sich oft lange Zeit ohne eindeutige Symptome. Im Anfangsstadium der Krankheit kann sie häufig wie eine Schilddrüsenüberfunktion erscheinen. Es treten dann Symptome wie zum Beispiel (bei Frauen) Zyklusstörungen, Nervosität, Gewichtsverlust, Haarausfall, Herzklopfen, Schwitzen, Wärme und Zittern auf. Im weiteren Verlauf der Erkrankung treten schließlich die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion auf, die sich unter anderem durch (bei Frauen) Zyklusstörungen, Antriebsarmut, Müdigkeit, depressive Verstimmungen, unerklärlicher Gewichtszunahme, Haarausfall, Heiserkeit, chronischer Verstopfung, niedrigen Puls, Schwellungen (Ödeme) und der Tendenz zum schnellen Frieren äußern kann.

Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis

Die Krankheit kann bislang nicht geheilt werden. Die ihr zugrunde liegenden Symptome können aber mit einer optimal eingestellten Zufuhr von Schilddrüsenhormonen in der Regel gut beseitigt werden. Die Behandlung muss dann für gewöhnlich ein Leben lang erfolgen. – Viele weitere Informationen zur Hashimoto-Thyreoiditis sind zum Beispiel hier zu finden.

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