Hämostaseologie

Bei der Hämostaseologie handelt es sich um die Lehre der Blutgerinnung und ihren möglichen Störungen. Es handelt sich dabei um eine besonderes Gebiet der Medizin, das sich mit der Blutstillung und -gerinnung und den damit zusammenhängenden Faktoren befasst. In vielen der medizinischen Universitäten befinden sich entsprechende Institute für Hämostaseologie und Transfusionsmedizin.

In erster Linie ist das Hämostasesystem für eine korrekte Wundheilung verantwortlich. Wundheilungsstörungen weisen demnach auf eine Störung in der Blutgerinnung hin.
Zuerst ist die Blutstillung für die Wundheilung verantwortlich und wird oft als hauptsächliches Ziel der Hämostase, dem Zusammenspiel von der Fließfähigkeit des Blutes und dessen Gerinnungsfähigkeit nach einer Verletzung, angesehen. Das korrekte Zusammenspiel dieser Faktoren gewährleistet, dass zerstörtes Gewebe und defekte Gefäßstrukturen repariert werden. Daran ist erkennbar, dass die Hämostase ein „komplexes Netzwerk“ ist, wie jeder Hämatologe weiß.

Gesellschaften für Hämostaseologie

  • Die internationale Fachgesellschaft ISTH ( International Society of Thrombosis and Hemostasis)
  • Die wissenschaftliche Fachgesellschaft GTH (Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung) mit Sitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einmal im Jahr versammeln sich die Gesellschaftsmitglieder zu einer Tagung.
  • Die DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie) gründete im Oktober 2002 den „Arbeitskreis Hämostaseologie“, damit die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich der Hämostaseologie in die Therapie von Patienten mit erhöhter Gerinnungsneigung bzw. erhöhter Blutungsneigung einfließen können.

Universitätsklinik Düsseldorf

Die Universitätsklinik in Düsseldorf verfügt über ein Institut für Hämostaseologie und Transfusionsmedizin. Hauptsächlich widmen sich die Mitarbeiter des Instituts der Therapie von Patienten mit so genannten Blutungsleiden, auch Bluter genannt, und Thrombosen.

Bluttransfusionen werden unter anderem bei Unfallopfern mit hohem Blutverlust, bei Lymphknotenkrebs und Leukämie, Operationen und Krebs-Patienten benötigt.

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