Globuli & Co – was bringt die Homöopathie?

Der Eisenhut – die giftigste Pflanze Europas. Eine Vergiftung äußert sich unter anderem durch akute Fieberzustände und Nervenschmerzen. In der Homöopathie bildet er nichts desto trotz die Grundlage für ein Arzneimittel gegen Erkältungen (auch mit Fieber) und Nervenschmerzen, wie zum Beispiel Hexenschuss. Wie funktioniert das?

Wie Homöopathie wirkt

Bei der Homöopathie handelt es sich um eine alternative Heilmethode, welche versucht Symptome mit Mitteln zu bekämpfen, die im Gesundzustand solche Symptome hervorrufen würden. Hierdurch wird im Körper eine Überreizung erzeugt, welche die Selbstheilung des Körpers aktivieren soll. Grob vereinfacht erklärt wird zu diesem Zweck eine ansich schädliche Substanz stark verdünnt verabreicht. Der Eisenhut wird beispielsweise ab einer Verdünnung von D4 bei Nervenschmerzen eingesetzt. Durch das (stark verdünnte) Gift werden dem Körper zusätzliche Nervenschmerzen zugefügt. Nicht selten kommt es zunächst zu einer Verschlechterung des Zustandes. Jedoch steuert der Körper anschließend dagegen und somit verbessert sich der Zustand.

Ob Homöopathie hilft

Über die Wirksamkeit wird viel gestritten. Viele schwören auf die heilende Wirkung der homöopathischen Arzneimittel, andere führen Erfolge auf den Placebo-Effekt zurück. Auch die hierzu angeführten Studien, in denen homöopathische und schulmedizinische Medikamente im Vergleich standen, führten zu unterschiedlichen Ergebnissen. So kam eine Studie der Universität Bern zu dem Ergebnis, dass die Wirkung der homöopathischen Medikamente im Vergleich mit zugelassenen Arzneimitteln gleich Null sei. Eine Studie des Berliner Universitätsklinikums Charité, spricht hingegen von einer deutlichen Verringerung der Beschwerden.

Homöopathie bei Kindern und Tieren

Der Streit über die Wirksamkeit der homöopathischen Mittel wird also auch nicht durch Studien geklärt werden können. Homöopathen weisen daher gerne auf Tiere und Kleinkinder hin. Hier zeigt die Homöopathie in der Regel gute Erfolge. Ein Placebo-Effekt ist bei dieser Versuchsgruppe eher unwahrscheinlich. Kritiker bringen ein, dass auch Kleinkinder und Tiere einen Placebo ähnlichen Effekt aufweisen können, der auf die Fürsorge zurückzuführen sei, die sie während der Behandlung genießen. Jedoch würde nach dieser Theorie ein bloßes Bekümmern schon ausreichen um eine Besserung zu erzielen. Die Erfolge der homöopathischen Mittel sind jedoch häufig sogar deutlicher, als die der „gängigen“ Medikamente im Vergleich.

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