Fünf Diät-Mythen, die nicht stimmen

Wenn Sie nicht gerade zu dem viel beneideten Typ gehören, der essen kann, was er will, ohne auch nur ein Gramm zuzunehmen, dann ist Ihnen das Problemthema Diät sicherlich schon einmal begegnet. Gut gemeinte Geheimtipps und Ratschläge, mit denen man angeblich in Rekordgeschwindigkeit abnimmt, gibt es wie Sand im Meer. Weshalb Sie dennoch nicht alles glauben sollten, was im Volksmund über Diäten erzählt wird, zeigen Ihnen die folgenden fünf Diät- Mythen:


Mythos Nummer 1: Fette sind immer schlecht

Der Aberglaube, Fette seien während einer Diät grundsätzlich zu meiden, hält sich immer noch hartnäckig. Dabei kann der Verzicht auf Fette sogar gefährlich sein: Bestimmte, sogenannte essenzielle Fettsäuren kann der Körper nicht selbst bilden. Daher müssen sie mit der Nahrung aufgenommen werden. Am wichtigsten sind die Omega-3- und die Omega-6-Fettsäuren.
Diese finden sich beispielsweise in Nüssen, pflanzlichen Ölen wie Lein-, Walnuss-, oder Distelöl und in bestimmten Fischsorten. Richtig ist allerdings, dass ein zu hoher Anteil gesättigter Fettsäuren, die vor allem in tierischen Produkten, Süßwaren und Frittiertem enthalten sind, dick machen und sogar das Herzinfarktrisiko drastisch erhöhen – diese sollten Sie daher nur in Maßen genießen.

Mythos Nummer 2: Am Abend soll man nichts mehr essen

Bestimmt haben Sie auch diesen einen Bekannten, der darauf schwört, seine Figur nur dadurch zu halten, dass er abends nichts mehr zu sich nimmt. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass es völlig egal ist, wann man seine Mahlzeiten einnimmt – nur die Gesamtzufuhr spielt eine Rolle.
Dennoch sollten Sie direkt vor dem Zubettgehen nichts mehr essen, da Sie sonst womöglich unruhig schlafen.

Mythos Nummer 3: Light-Produkte sind die idealen Diät-Lebensmittel

Es gibt keine gesetzliche Regelung die festlegt, was die Zusatzbezeichnung „Light“ genau bedeutet. „Light“ meint in den meisten Fällen einfach nur, dass von irgendeinem Inhaltsstoff weniger als üblich enthalten ist – das können Kalorien sein, aber auch Zucker, Fett oder Koffein. Noch dazu ergaben Studien, dass Menschen dazu geneigt sind, bei Light-Produkten ausgiebiger zuzugreifen. Anders verhält es sich mit der Bezeichnung „kalorienreduziert“. Diese dürfen nur solche Lebensmittel tragen, die 40% weniger Kalorien haben als das durchschnittliche Produkt.
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie Zucker-, Fett-, und Kalorienanteil vor jedem Kauf überprüfen, diese Angaben muss nämlich jedes Nahrungsmittel tragen.

Mythos Nummer 4: Nur durch Sporttreiben nimmt man ab

Es stimmt zwar, dass bei körperlicher Anstrengung Kalorien verbrannt werden.
Genauso wichtig wie Bewegung ist jedoch auch das Gegenteil davon – ausreichender Schlaf.
Bei weniger als acht Stunden Schlaf pro Tag sinkt der Blutspiegel des Sättigungshormons Leptin, während appetitanregende Hormone wie Cortisol sich vermehren. Sorgen Sie daher neben regelmäßiger sportlicher Betätigung auch immer für genügend Schlaf.

Mythos Nummer 5: Sellerie hat negative Kalorien

Beim Verdauen rohen Selleries verbrennt der Körper mehr Kalorien, als er aufnimmt – so der Mythos. Leider entspricht dies nicht der Wahrheit, so etwas wie Lebensmittel mit negativen Kalorien gibt es nämlich nicht. Sellerie ist dennoch ein äußerst gesundes Gemüse, das Sie reichlich konsumieren dürfen. Trinken Sie stattdessen häufiger mal ein Glas gekühltes Wasser – bei der Erwärmung auf Körpertemperatur verbraucht Ihr Körper tatsächlich Kalorien.

Image: Kara – Fotolia

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