FSME-Schutzimpfung: Drei Stiche gegen die Zeckenhirnhautentzündung

FSME-Schutzimpfungen sind mittlerweile hochwirksam und weitgehend ungefährlich. Bei einer solchen Impfung werden abgetötete Viren mit einem die Wirksamkeit erhöhendem Hilfsmittel intramuskulär injiziert, die normalerweise die Frühsommer-Meningoencephalits (FSME) übertragen, die wiederum vor allem durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen werden.

Neben FSME können die kleinen Blutsauger auch Borreliose übertragen, während sie selbst nicht von diesen beiden nicht ganz ungefährlichen Krankheiten betroffen sind. Doch während die Borreliose überall dort vorkommt, wo auch Zecken leben, d.h. praktisch in ganz Europa, sowie auch in Nordamerika und anderen Gebieten, ist FSME auf gewisse Gebiete Deutschlands und Europas begrenzt.

Es gilt die Faustregel: je weiter östlich, desto höher die Wahrscheinlichkeit, sich bei einem Zeckenstich mit FSME zu infizieren und daher auch desto sinnvoller, sich einer FSME-Impfung zu unterziehen. Allerdings sind auch weite Teile Süddeutschlands, ausserdem Tschechien und Ungarn betroffen, sowie Küstengebiete Skandinaviens.

Bevor man im Sommer in den Urlaub fährt, sollte man sich also darüber informieren, wo das Risiko besonders hoch ist, und sich dann gegebenenfalls gegen FSME impfen lassen. Eine Übersichtskarte der Risikogebiete finden Sie hier.

Krankheitsverlauf und Symptome von FSME

Die Impfung lohnt sich, auch wenn die Frühsommer-Meningoencephalitis nur in einem Prozent der Fälle tödlich verläuft, und zwar vor allem bei älteren Menschen: Ist die Hirnhautentzündung (ME) erst einmal ausgebrochen, kann sie nicht mehr mit Medikamenten behandelt werden. Der Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich, denn nur bei einem Teil der Infizierten bilden sich überhaupt Krankheitsmerkmale aus. Auch von diesen zeigen wiederum nur Bruchteile die Symptome einer zweiten Krankheitsphase. In schlimmen Fällen kommt es allerdings zu Lähmungen, Bewusstseinsstörungen oder schweren Fieberschüben, die teilweise über Monate anhalten. Weitere Informationen zu FSME werden hier gezeigt.

Die FSME-Impfung – Ablauf und Dauer

Die Schutzimpfung gegen die Zeckenhirnhautentzündung, wie FSME auch genannt wird, erfolgt durch drei Impfvorgänge innerhalb eines Jahres, wodurch das Immunsystem des Geimpften in Bezug auf die FSME-Viren aktiviert wird und Abwehrmechanismen aufbaut.

Leider hält diese Art der Impfung bislang nur einige Jahre vor, so dass Menschen, die sich häufig oder permanent in Risikogebieten aufhalten, die regelmässige Auffrischung empfohlen wird. Hier gelten je nach Impfweise und Alter verschiedene Impfabstände zwischen etwa 18 Monaten und fünf Jahren.

Mediziner

Comments (1)

  1. Christina G. sagt:

    Ich muss zugeben, dass mich das Meningitis-Thema jedes Jahr auf’s Neue verwirrt. Besonders jetzt, da die Zeckenzeit startet, weiß man ja nicht mehr, was man glauben soll. Die großen Tageszeitungen berichtet mit einem leicht dramatischen Unterton, dass die Zahl der Meningitis-Fälle drastisch steigt (beim Focus bsps. letzte Woche: Die Zahl der durch Zecken übertragenen Hirnhauterkrankungen ist im vergangenen Jahr stark gestiegen.), während an anderer Stelle steht, dass durch die Impfungen die Anzahl der Meningitiserkrankten in den letzten Jahren deutlich gesunken ist. Ist das alles nur Panikmache oder ist dieses kleine Tier wirklich das gefährlichste Deutschlands? DAS interessiert mich.

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