Essstörungen – Informationen und Tipps

Autor: Michael

Essstörung©flickr / austinANOMIC

An Essstörungen sind nicht selten Verhaltensstörungen schuld, die in vielen Fällen zu schweren, langwierigen Gesundheitsschäden führen.

Die betroffenen Personen beschäftigen sich physisch und psychisch ständig mit dem Thema „Essen“ und so wird ihr Tagesablauf der Ernährung angepasst und alles dreht sich am Ende darum.
Durch psychosoziale Störungen und die Einstellung zum eigenen Körper können Patienten die Nahrungsaufnahme oder deren Verweigerung nicht mehr bewusst steuern. Wenn Betroffene Essen bzw. hungern verschaffen sie sich Befriedigung. Da diese nur einen kurzen Zeitraum anhält brauchen sie Wiederholung. Dieser immer wiederkehrende Prozess gerät irgendwann außer Kontrolle und man spricht von einer Essstörung.

Experten haben vier Typen von Essstörungen aufgezeigt: Magersucht, Ess-Brech-Sucht, Binge Eating Disorder und Latente Sucht. Magersucht und auch die Ess-Brech-Sucht sind hinlänglich bekannt, die anderen Typen werden im Folgenden kurz erläutert.

Das englische Wort „Binge“ bedeutet übersetzt „schlingen“. Bei dieser Krankheit werden, im Gegensatz zur Ess-Brecht-Sucht und Bulimie, keinen Gegenmaßnahmen eingeleitet. Das heißt die Betroffenen übergeben sich nicht, treiben nicht extrem viel Sport oder hungern. Dieser Typ ist allerdings noch wenig erforscht und eine wirkliche Definition fehlt noch.

Bei der Latenten Esssucht sind Essstörungen bereits vorhanden, sie treten jedoch nicht zu Tage. Sie kann allerdings der Vorbote einer ausgeprägten Essstörung sein. Es ist also auch wichtig, auf die Signale zu achten und diese nicht zu unterschätzen.

Achten sie auf Signale ihres eigenen Körpers, aber auch auf die bei Familienmitgliedern oder Freunden. Sollten sie den Tag mit einem Blick auf die Waage beginnen oder schauen sie nicht in den Spiegel, zählen Kalorien und schmieden Diätpläne, wissen sie genau, wie viel sie essen dürfen und essen sie nur selten das was sie möchten? Sollten sie diese Fragen mit ja beantworten, sollten sie sich jemanden aus ihrer Familie oder Freunden anvertrauen und psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

Nehmen sie die Signale ernst und versuchen sie auch anderen Menschen zu helfen. Schauen sie nicht weg, sondern stehen sie mit Rat und Tat zur Seite. Nur wenn sich Patienten mit Essstörungen verstanden und geliebt fühlen haben sie eine Chance davon loszukommen und ihr Leben wieder anderen, schönen Dingen zu widmen.


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am 26. September 2008 um 12:18 Uhr
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