Ernährung bei Magenschleimhautentzündung

Wer schon mal betroffen war, weiß: Eine Magenschleimhautentzündung kann sehr unangenehm sein, vor allem, wenn sie chronisch verläuft und die Beschwerden immer wieder aufflackern. Eine passende Ernährung kann dabei helfen, Rückfälle einzudämmern und akute Schmerzen zu vermeiden.

Das Wissen, welche Nahrungsmittel schwer verdaulich sind und wie man sich magenschonend ernährt, kann dabei helfen, sich seinen eigenen Diätplan bei Gastritis zu entwickeln. Natürlich sollte man trotzdem einen Arzt konsultieren; dennoch kann man sich mit eine angemessenen Ernährungsweise bei Magenschleimhautentzündung schon viel Gutes tun.

Ursache und Symptome von Gastritis

Eine Magenschleimhautentzündung, oder Gastritis beruht auf einer organischen Schädigung der Magenschleimhaut und ist generell schwierig zu kurieren. Meist muss sie medikamentös behandelt werden und zeichnet sich durch einen langwierigen Krankheitsprozess aus.  Unbehandelt kann auch einer Magenschleimhautentzündung leicht ein Magengeschwür werden.

Ursachen der Gastritis sind oft Bakterien, die sich im Magen ansiedeln und die Magenwände angreifen. Aber auch psychische Belastungen wie zum Beispiel Stress oder Traumata können eine Magenschleimhautentzündung auslösen oder verstärken. Auch der erhöhte Konsum von magenschädigenden Substanzen wie Alkohol, Zigaretten, Kaffee oder bestimmten Medikamenten können eine Gastritis auslösen.

Symptome der Magenschleimhautentzündung sind Schmerzen in der Magengegend, die häufig von Übelkeit und Erbrechen begleitet werden. Dazu können ein allgemeines Unwohlsein und eine starke Appetitlosigkeit kommen. Auch Blähungen und andere Verdauungsbeschwerden gehören zu den typischen Krankheitsmerkmalen.

Was essen bei Magenschleimhautentzündung?

Bei Problemen mit dem Magen ist es sehr wichtig, auf seine Ernährung zu achten. Meist wird bei der Magenschleimhautentzündung eine leichte Vollkost (früher Schonkost genannt) empfohlen. Diese gründet sich auf die allgemeine Ernährungsempfehlung, dass man sich zur Hälfte von Kohlenhydraten, zu 30% von Eiweiß und zu 20% von Fett ernähren sollte. Bei der leichten Vollkost kommen allerdings noch weitere Einschränkungen.

Zum Einen sollten die Magenschleimhaut angreifende Mittel wie Alkohol und Kaffee und auch das Rauchen weitestgehend vermieden werden. Wer auf Koffein nicht verzichten will, sollte zu milden Sorten Kaffee greifen, ihn mit Milch „abmildern“ oder am besten auf schwarzen Tee umsteigen (der lange gezogen magenfreundlicher ist). Außerdem ist Kohlensäure wegzulassen und Getränke sollten bei Zimmertemperatur getrunken werden.

Weitere Ernährungstipps bei Gastritis

Weiterhin ist es tendenziell viel besser, Speisen zu kochen statt zu braten, und bei allen Speisen (besonders bei Milchprodukten) gilt die Devise: Fettarm und pflanzlich ist besser. Also Magermilch statt Vollmilch, Pute statt Schwein und Pflanzenöl statt Butter. Beim Gemüse sollten schwerverdauliche Sorten wie Kohl, Lauch, Zwiebeln, und Hülsenfrüchte eingedämmt werden. Besonders scharfes und stark gewürztes Essen ist ebenfalls magenschädlich.

Als magenberuhigend gilt ein Tee aus Kamille und Schafgarbenkraut. Auch Wachholder- und andere Wu Wei Zi Beeren und Haferschleim tun der Magenschleimhaut gut. Heilerde aus dem Drogeriemarkt ist ein gutes Hausmittel, um den Magen zu beruhigen und ihm wichtige Mineralien zu bieten. Aber generell gilt: Jeder Magen ist anders; mit ein wenig Ausprobieren kommt jeder Gastritis-Patient schnell dahinter, was seinem Magen gut tut und was nicht. Und ein kleiner Trost: An eine Ernährungsumstellung gewöhnt man sich, so dass die anfangs ungewohnten Speisen irgendwann besser munden.

Mediziner
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