Energydrinks: Wachmacher oder Gesundheits-Gefahr?

Energydrinks werden immer häufiger konsumiert  wie Limonade, Cola und andere Erfrischungsgetränke. Die Hersteller werben häufig mit Leistungssteigerungen und dem ultimativen Energie-Kick. Nebenwirkungen werden dabei gerne vernachlässigt.

Energydrinks wirken anregend und belebend. Sie sollen dabei helfen, Müdigkeit zu vertreiben und die Konzentration und Leistungsfähigkeit zu steigern. In erster Linie ist dafür das enthaltene Koffein verantwortlich, doch auch der Zucker, welcher in diesen Getränken reichlich vorhanden ist, führt zu einem kurzzeitigen Energieschub. Desweiteren ist in Energydrinks auch sogenanntes Taurin enthalten, das zwar selbst keine anregegende Wirkung besitzt, jedoch die Wirksamkeit der anderen Inhaltsstoffe beschleunigt. Was genau bei der Einnahme von Taurin im Körper geschieht und wie sich diese längerfristig auswirkt, ist noch nicht ausreichend geklärt und viele warnen vor einem übermäßigem Genuss von Energydrinks.

Energydrinks und ihre Nebenwirkungen

Im Gegensatz zu bitterem Kaffee schmecken Energydrinks in der Regel sehr süß und kommen aus diesem Grund auch besonders bei Kindern äußerst gut an. Doch der hohe Koffeingehalt ist für Kinder und Jugendliche absolut ungeeignet und auch bei Erwachsenen können nach übermäßigem Verzehr unangenehme Nebenwirkungen auftreten. Häufig kommt es zu Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden. In selteneren Fällen können Energydrinks sogar zu Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen oder Krampfanfälle führen.

Sind Energydrinks also eine Gefahr für die Gesundheit?

Wer gesund ist und nicht empfindlich auf Koffein reagiert, muss bei dem gelegentlichen Konsum von Energydrinks nichts befürchten. Allerdings sollten Schwangere, Mütter in der Stillzeit, Bluthochdruckpatienten sowie Kinder und Jugendliche gänzlich auf die künstlichen Wachmacher verzichten. Gleiches gilt für Diabetiker und Menschen mit Herzfehlern oder Epilepsie.

Außerdem sollte man Energydrinks nicht über einen längeren Zeitraum zu sich nehmen, um damit Müdigkeit zu bekämpfen oder Anzeichen der Erschöpfung zu überdecken. Der Körper benötigt seine Ruhephasen und ein Leistungstief kann ein Signal des Körpers sein, dass er eine Auszeit benötigt.

Weiterhin sollte man beachten, dass es sich bei Energydrinks um hypertone Getränke handelt, welche dem Körper Flüssigkeit entziehen. Bei längerer Ausdauerbelastung kann dies zu einer Dehydrierung und schlimmstenfalls zum Kreislaufzusammenbruch führen.

Der hohe Anteil an Zucker in den meisten Energydrinks kann außerdem schädliche Folgen für Gewicht und Zähne nach sich ziehen.

Mediziner