Einmal pro Woche Leben retten – Gute Gründe für eine Plasmaspende

Auch ich bin Plasmaspender. Nicht nur, weil es einen kleinen Zuverdienst darstellt sondern auch, weil mich die Plakate im Spendezentrum immer wieder als „Lebensretter“ loben. Natürlich unterschreibt jeder Spender eine Erklärung, was mit seinem Blutplasma passiert, dennoch habe ich über die Jahre längst vergessen, warum genau meine Spende Leben rettet.
Der Artikel regt zum Leben retten in Form von Blutplasmaspenden an.

Plasma spenden kann man bis zu 38mal im Jahr. Die Spende findet mittels einer Plasmapherese statt. Dabei werden Blutplasma und Blutzellen in einem Plasmaseperator zentrifugiert und voneinander getrennt. Die Blutzellen werden anschließend wieder dem Körper zugeführt. Je nach Ausgangsgewicht des Spenders werden zwischen 650 und 850 ml Plasma entnommen. Regelmäßig werden ärztliche Kontrolluntersuchungen durchgeführt, um sicher zu gehen, dass man die Spende verträgt und weiterhin gesundheitlich als Spender geeignet ist.

Blutplasma ist vielseitig einsetzbar

Plasma ist der flüssige Bestandteil unseres Blutes und besteht hauptsächlich aus Wasser und Eiweiß. Die Proteine dienen der Stärkung des Immunsystems, der Blutgerinnung und dem Transport von Stoffwechselprodukten. Daher wird Plasma häufig in der Herstellung von Arzneimitteln eingesetzt. Aber auch als Infusion wird Plasma bei schweren Verletzungen nach Unfällen oder bei Schockzuständen verwendet. Ferner ist die Blutgerinnungsfunktion des Plasmas ideal zur Behandlung der Bluterkrankheit (Hämophilie) geeignet, denn Betroffene fehlt das nötige Gen für die Entwicklung der Blutgerinnungsfaktoren.

Ein kleiner Pieks kann also viele Leben retten!


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Mediziner