E-Stoffe – Was verbirgt sich hinter den E-Nummern in der Zutatenliste?

Beim Blick auf die Zutatenliste von Lebensmitteln offenbaren sich geheimnisvolle Nummern, denen ein großes „E“ vorangestellt ist. Was aber steht hinter den namenlosen, aber mit einer Ziffer versehen Zutaten?

E-Stoffe finden sich in vielen Fertigprodukten wie z.B. Joghurt, Wurst und Käse ©  flickr/Philipp82

Leider sind die heutigen Zutatenlisten auf Fertigprodukten nicht sehr verständlich, da die Hersteller einige der mitunter gesundheitsschädigenden Inhaltsstoffe mit geheimnisvollen Ziffern betiteln. Im Folgenden wollen wir etwas Klarheit in die Angelegenheit bringen.

E-Nummern – Was essen wir täglich?

Laut Lebensmittel-Kennzeichnungs-Verordnung müssen die Zusatzstoffe, die sich hinter den E-Nummern verbergen, auf der Zutatenliste aufgeführt sein. Diese geheimnisvollen Zutaten dienen der Verdickung, Konservierung, Geschmacksverstärkung oder auch der Farbgebung. In Europa sind aktuell 315 Stoffe als Zusatzstoffe in Lebensmitteln zugelassen. Dabei steht nicht jede E-Nummer für einen bestimmten Wirkstoff, sondern oftmals für eine Variante eines Zusatzstoffes.

Welche E-Stoffe sind gefährlich?

Auf der Zutatenliste müssen die Substanzen entweder mit ihrer chemischen Bezeichnung oder mit ihrer E-Nummer gekennzeichnet sein. Dabei steht das „E“ für Europa, und die Ziffer für die jeweilige EU-Einheit. So steht E 100 für den unbedenklichen Farbstoff Kurkumin.

Einige dieser Substanzen sind umstritten und stehen im Verdacht Allergien, Pseudoallergien oder Durchfall auszulösen. Bei etwa 50 E-Stoffen sehen die Verbraucherzentralen eine potentielle Gefahr für den Menschen, wie zum Beispiel der künstliche Farbstoff Amaranth (E 123), der in einigen bestimmten Spirituosen verwendet wird. Dieser E-Stoff steht sogar im Verdacht Krebs auslösen zu können.

Aromastoffe

Bei den Aromastoffen verhält sich etwas anders, da die Hersteller etwa 2.700 Aromen ohne Angabe der genauen Substanz verwenden dürfen. Auf der Packung befindet sich lediglich die dürftige Bezeichnung „Aroma“. Gelegentlich werden diese noch als „naturidentisch“ oder „natürlich“ deklariert. Allerdings handelt es sich bei beiden Substanzen um im Labor erzeugte Zusätze.

Der Unterschied liegt lediglich im verwendeten Rohstoff. Dieser kann tierischen oder pflanzlichen Ursprung haben, oder auch von Mikroben stammen. So lassen sich zum Beispiel Fruchtaromen aus Sägespänen oder Schimmelpilzen herstellen. Bei naturidentischen Aromen handelt es sich um „chemische Kopien eines natürlichen Geschmacks“. Alles eine Frage des Geschmacks?!

Mediziner

Comments (1)

  1. Lisa sagt:

    Mein Zahnarzt hat mir auch empfohlen auf diese E Stoffe zu achten, sie sind wirklich schädlich für den menschlichen Körper