Durchblutungsstörungen – Kalte Hände und Füße

Kalte Füße nicht nur im Winter? Auch Durchblutungsstörungen können für kalte Hände und Füße verantwortlich sein. Verschiedene Krankheiten können zu Durchblutungsstörungen in den Extremitäten und Muskeln führen.

Viele Menschen leiden unter Durchblutungsstörungen, die sich zunächst durch ein Kältegefühl äußern. Bestimmte Krankheiten können zu einer Gefäßverengung führen und somit zu einer unzureichenden Blutversorgung einzelner Extremitäten, Muskeln aber auch Organen. Durchblutungsstörungen können auch erste Symptome schwerwiegender Erkrankungen sein.

Ursachen für Durchblutungsstörungen

Die Ursachen für Durchblutungsstörungen sind vielfältig. Zum einen können Krankheiten wie eine Verfettung der Blutgefäße dafür verantwortlich sein oder aber Entzündungen der Gefäße. Auch der Konsum von Nikotin kann zu arteriellen Verschlüssen führen und somit Durchblutungsstörungen bedingen. Verschließen sich dadurch die Blutgefäße im Bein spricht man auch von dem sogenannten Raucherbein.

Eine andere Ursache für Durchblutungsstörungen der Finger oder Zehen kann auch das Raynaud-Syndrom sein. Die typischen kalten Füße und Hände enstehen häufig durch eine Verkrampfung, die den Blutfluss kurzzeitig unterbindet. Diese Krampfanfälle können psychosomatische Ursachen haben, aber auch durch Kälte verursacht werden.

Folgen von Durchblutungsstörungen

Krankheiten wie Arteriosklerose, bei der die Arterien verkalken, können ebenfalls eine Durchblutungsstörung hervorrufen. Wird der Blutfluss völlig unterbrochen, wie etwa bei einer Embolie durch eine Thrombose, spricht man auch von einem arteriellen Verschluss. Die Folge einer Thrombose können Schlaganfälle oder Lungenembolien sein.

Durchblutungsstörungen die plötzlich auftreten oder aber im Rahmen einer peripheren Durchblutungsstörung auftreten, können zu heftigen Schmerzen führen, etwa beim Gehen, wenn sie die Beine betreffen. Unbehandelt kann eine Durchblutungsstörung auch Gewebeschäden nach sich ziehen.

Vorsorge gegen Durchblutungsstörungen

Eine Ernährungsumstellung kann vor Durchblutungsstörungen schützen. Ausreichende Bewegung hilft zudem die Gesundheit der Blutgefäße beizubehalten.

Leidet man unter dem Raynaud-Syndrom reicht warme Kleidung häufig aus. Besonders enges Schuhwerk kann den Blutfluss in den Füßen aber ebenso beeinträchtigen und sollte deshalb vermieden werden. Treten die Durchblutungsstörungen wegen mangelndem Stressabbau auf, kann durch Sport ebenfalls eine Verbesserung erreicht werden.

Cremes oder Salben die durchblutungsfördernd wirken, helfen oftmals bei Muskelschmerzen. Wirkstoffe wie Capsaicin oder Kampfer helfen meist bei einer besseren Durchblutung der Muskeln, weshalb sie z.B. auch in Wärmepflastern enthalten sind (etwa zur Behandlung von Muskelkrämpfen oder Verspannungen). Sollte man erste Anzeichen für Durchblutungsstörungen bemerken ist es immer ratsam einen Arzt aufzusuchen um die Ursachen zu klären und eine weitere Behandlung zu beratschlagen. Der Arzt wird dann über eine Blutuntersuchung, Doppeldruckmessung und mit Hilfe einer Oszillographie eine Diagnose stellen. Wissen zu bildgebenden Verfahren finden Sie hier.

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