Die Valgusstellung beim Fuß: So beugen Sie schon im Kindesalter vor

Mit einer Valgusstellung beim Fuß hat der Mensch schlimmstenfalls ein Leben lang zu kämpfen. Beim sogenannten Hallux Valgus kommt es zu einer Fehlstellung der Großzehe nach innen. Ein veränderter Gang und schwere Fuß- sowie Rückenprobleme sind die Folge. Doch das muss nicht so sein, denn man kann schon beim Kinderfuß vorbeugen.


Viele Eltern sind um das Wohl ihres Kindes sehr besorgt, vergessen dabei aber völlig die Füße ihres Sprösslings. Drücken die Schuhe gibt es neue, doch damit ist es nicht allein getan. Ratsam ist es, ein wachsames Auge auf die Stellung des Fußes zu haben – schon, wenn die Kleinen anfangen, zu laufen.

Valgusstellung ist nicht erblich

Der Mensch ist sein Leben lang auf gesunde Füße angewiesen. Und so hat Mutter Natur schon bei Kleinkindern für die nötigen Vorkehrungen gesorgt: Der Babyspeck schützt die weichen Fußknochen bei den ersten Schritten des Sprösslings. Im Laufe der Zeit verhärtet sich das Fußgewölbe und die umliegenden Knochen immer mehr und der Speckmantel verschwindet. So kommt die Stabilität im Kinderfuß von ganz alleine. Im Gegensatz zu hüft- und kniebedingten Fehlstellungen ist die Valgusstellung damit entgegen vieler Vermutungen nicht erblich.

Fußfehlstellungen: Rechtzeitig erkennen und vorbeugen

Häufig gehen andere Fußfehlstellungen, wie Senkfüße oder Außengang, der Valgusstellung voraus. Sie sollten so schnell wie möglich erkannt werden, um Folgeproblemen vorzubeugen. Bei der Diagnose Senkfuß hat sich der natürliche Gewölbebogen des Fußes abgesenkt. Der Fuß lässt sich vollständig durchtreten und berührt dabei mit seiner kompletten Fläche den Boden. Beim Außengang („Charly-Chaplin-Gang“) wird der Fuß nach außen gestellt aufgesetzt. Dabei muss der große Zeh das Hauptgewicht tragen und es entwickelt sich neben dieser Fußfehlstellung eine Valgusstellung inklusive Rückenschmerzen.

Mehr Informationen zu Fußfehlstellungen finden Sie hier.

Kinderschuhe und Gymnastik

Zwei Maßnahmen beugen generell der Valgusstellung vor: Bei Kindern zwischen vier und zwölf Jahren sollten regelmäßig die eingetragenen Schuhe kontrolliert werden. An der Abnutzung der Schuhspitze erkennen Eltern das Laufverhalten ihres Schützlings. Im nächsten Schritt malen Sie die Sohle komplett mit einem dicken Edding an und lassen Ihr Kind damit 15 Minuten laufen. Anschließend kontrollieren Sie, welche Stellen belastet und damit abgelaufen sind. Generell wird empfohlen, seine Kinder möglichst oft barfuß laufen zu lassen. Denn die gängigen Schuhmodelle sind auf eine gerade Anordnung der Zehen und nicht auf die natürliche strahlenförmige Anordnung ausgelegt. Dadurch werden die Kinderfüße schon früh in eine unnatürliche Haltung gezwungen. Die schuhlose Gymnastik sorgt hier für den nötigen Ausgleich.

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