Die schleichende Gefahr: Bauchspeicheldrüsenkrebs

Autor: Gast

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) bezeichnet einen seltenen, aber bösartigen Tumor der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), der häufig am Kopf der Bauchspeicheldrüse entsteht. In Deutschland erkranken jährlich 15 von 100.000 Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Somit macht das Pankreaskarzinom lediglich drei Prozent aller Karzinome aus. Aber das Pankreaskarzinom ist nicht nur selten, sondern auch bösartig. Denn nach der deutschen Krebsgesellschaft macht der Bauchspeicheldrüsenkrebs sechs Prozent aller Krebstodesfälle aus. Für Frauen ist das Pankreaskarzinom die vierthäufigste und für Männer die fünfthäufigste Todesursache. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs tritt zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr auf.

Die Ursachen für den Bauchspeicheldrüsenkrebs sind nicht abschließend geklärt. Jedoch sind bestimmte Risikofaktoren bekannt, die den Bauchspeicheldrüsenkrebs begünstigen. Hierzu zählen ein starker Zigaretten- und übermäßiger Alkoholkonsum sowie eine fettreiche Ernährungsweise. Ebenso erhöht ein regelmäßiger Kontakt mit Chemikalien, beispielsweise Naphtylamin und Benzidin, das Risiko an einem Pankreaskarzinom zu erkranken. Aber auch eine chronische Pankreatitis und Diabetes sowie genetische Erbkrankheiten können ein Pankreaskarzinom entstehen lassen.

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs lässt sich nur schwer diagnostizieren. Denn die Beschwerden sind eher leicht und selten. Die häufigsten Symptome bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sind Schmerzen im Oberbauch und auch im Rücken. Ebenso sind Gelbsucht, Juckreiz und Gewichtsverlust häufige Symptome. Weitere Symptome können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sein.

Die Behandlung eines Pankreaskarzinoms ist unterschiedlich. Ein operativer Eingriff ist dann erfolgversprechend, sofern der Bauchspeicheldrüsenkrebs in einem frühen Stadium erkannt wird und somit noch nicht streuen konnte. Dabei kann auch die komplette Bauchspeicheldrüse entfernt werden. Die Funktion der Bauchspeicheldrüse, nämlich Enzyme für die Verdauung zu produzieren und Hormone für den Blutzucker zu liefern, muss dann über Medikamente zugeführt werden. Eine Strahlen- und Chemotherapie wird angewandt, sofern der Tumor nicht (vollständig) entfernt werden konnte. Dabei können die Beschwerden gelindert und der Tumor reduziert werden. Ebenso kann eine Strahlen- und Chemotherapie einer Operation vorgeschaltet werden.

Die Heilungschancen für den Bauchspeicheldrüsenkrebs sind begrenzt. Nur in den seltensten Fällen ist das Pankreaskarzinom operabel. Daher sollten die genannten Risikofaktoren gemieden werden, um das Risiko zu senken.Similar Posts:

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andere Krankheiten

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    Reinhard schreibt
    am 24. Juni 2008 um 17:56 Uhr

    Ich wollte kürzlich nach 1 Jahr Pause meinen alten Freund Ewald in Hamburg wieder einmal besuchen.

    Zum Glück habe ich vorher angerufen und bin nicht einfach so vorbeigefahren.

    Ewald ist nicht mehr unter uns, sagte seine Frau zu mir am Telefon. Er ist innerhalb von 9 Wochen an Bauspeicheldrüsenkrebs verstorben.

    Verdammte Krankheit, denn Ewald war ein guter Mensch !

    Reinhard Göddemeyer

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    Christina schreibt
    am 24. Juni 2008 um 20:55 Uhr

    Das tut mir Leid, mein herzliches Beileid.
    Wahrscheinlich kann man nicht früh genug mit Vorsorgeuntersuchungen beginnen. Aber wer will sich schon in der Blüte seines Lebens damit beschäftigen.

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