Die Anfänge der Medizin: Hippokrates

Jeder hat schon einmal etwas von dem hippokratischen Eid gehört, doch was steckt historisch gesehen dahinter?

Hippokrates von Kos ist bis heute der famoseste Arzt der Antike. Gelebt hat er von 460 bis 377 vor Christus. Er konnte zum Beispiel Blasensteine entfernen. Dabei setzte er Unterbauchschnitte an, wobei der Patient bei Bewusstsein war.

Zur Zeit der Antike galt, dass Krankheiten durch göttlichen Zorn hervorgerufen wurden. Hippokrates dagegen befasste sich mit dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Er begriff demnach die Natur als ein geordnetes System, wobei der Mensch ein Teil der Gesamtheit darstellte.

Die Basis seiner Theorie beruht auf den vier Elementen:
Feuer, Erde, Luft und Wasser.

So legte Hippokrates fest, dass Krankheiten nicht durch die Götterwelt, sondern durch die Körpersäfte bestimmt waren. Er teilte diese in Schleim, schwarze und gelbe Galle sowie Blut ein. Somit prägte er den Begriff der Humoralphysiologie, welcher sich von dem lateinischen Wort humor, also Feuchtigkeit ableitet. Die Verfassung eines Menschen war gesund, wenn die Körpersäfte sich im richtigen Verhältnis autark einstellten.

Die Aufgabe des Arztes war darauf zu achten, dieses Gleichgewicht nicht zu stören. Um dies sicherzustellen, mussten alle Körperparameter vor einer Behandlung verzeichnet werden. So entstand die Anamnese und die analytische Diagnose.

Ich finde es vor allem auffällig, dass Ähnlichkeiten zur asiatischen Medizin zu finden sind. Damals kannte man übrigens schon die Krankheitsbilder einer Allergie oder Bluthochdruck. Es entscheidend wie so oft die Lebensführung des Einzelnen über sein Wohlergehen.

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