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Autor: Kerstin

Der Begriff Anämie bezeichnet entweder den erniedrigten Gehalt von Hämoglobin im Blut oder die niedrige Anzahl der Erythrozyten im Vergleich zum restlichen Blutvolumen. Folge dieser Erkrankung ist der verminderte Sauerstofftransport.

Erythrozyten

Man kennt unterschiedliche Formen, wobei die Anämie zumeist das Symptom einer anderen Grunderkrankung darstellt.

Die häufigste Anämieform ist die Eisenmangelanämie. Bei ihr treten die oben genannten Mangelzustände infolge einer Verminderung des physiologischen Eisengehaltes auf.

Chronische Blutungen bilden die häufigste Form der Eisenmangelanämie. Diese tritt vor allem bei Frauen mit der Regelblutung wiederholt auf. Damit lässt sich auch erklären, dass 80% der Patienten mit Eisenmangelanämie weiblichen Geschlechtes sind. Weitere Quellen von Blutungen sind Operationen und der unnatürlicher Blutverlust im Magen – Darm – Trakt und anderen Organen. Auch häufiges Blutspenden kann ein Auslöser dieser Anämieform sein. Weitere Ursachen sind mangelhafte Eisenzufuhr über die Ernährung, vermehrter Eisenverbrauch während der Schwangerschaft sowie eine gestörte Eisenresorption.

Die Symptome der Eisenmangelanämie sind vielfältig: neben Kopfschmerzen, körperliche Schwäche und Konzentrationsschwierigkeiten, geht die Erkrankung auch mit trockener und blasser Haut einher.
Durch Untersuchung des Blutbildes kann die Mikrozytose (verminderte Erythrozytenanzahl) diagnostiziert werden. Steht die Diagnose fest, so kann mit Eisensubstitution therapiert werden und wenn möglich, gilt es, die Blutungsquelle zu unterbinden.
Wichtig zu wissen ist, dass vom Körper nur zweiwertiges Eisen resorbiert werden kann. Die dreiwertige Form wird hingegen unverändert ausgeschieden.
Neben der medikamentösen Therapie kann es in seltenen Fällen auch erforderlich sein, parenteral (in Form von Injektionen) zu substituieren.    [...mehr]


Autor: Michael

Der Zyklus der Frau beträgt 28- 35 Tage. Als “Zyklus” wird der Zeitram von einer Monatsblutung zur nächsten bezeichnet. Die Blutung dauert ungefähr 3-7 Tage. Der Zeitraum von Menstruation zum nächsten Eisprung variiert je nach Stresslevel, geistiger Befindlichkeit oder physischen Besonderheiten. Der Zeitraum vom Eisprung bis zur nächsten Menstruation liegt relativ konstant bei 12 bis 16 Tagen. Das bedeutet, dass der variierende Zeitraum von Menstruation zum Eisprung zwischen 13 und 20 Tagen lang sein kann.

Die fruchtbare Zeit der Frau liegt eigentlich bei nur einem Tag innerhalb des Zyklus, nach dem Eisprung. Da Spermien aber bis zu vier Tage im Körper überdauern können, wird dieser Tag in der Theorie auf ein Fenster von fünf Tagen erweitert. Wie gesagt variiert der Zeitraum bis zum Eisprung aber individuell und muss nicht jeden Monat der gleiche sein – deswegen ist es schwierig, den genauen Zeitpunkt der Fruchtbarkeit festzulegen. Oft wird das Fenster auf 9-10 Tage erweitert.

Hier sieht man bereits, dass es nicht ratsam ist, dieses Wissen als Verhütungsmittel anzuwenden. Man kann nicht genau bestimmen, wann die fruchtbaren Tagen sein werden um in dem Zeitfenster auf Sex zu verzichten. So ist es sehr leicht möglich, ungewollt schwanger zu werden.

Die sogenannten Eisprungkalender versuchen, das Wissen um die fruchtbaren Tage der Frau anzuwenden, um bei einer Schwangerschaft zu helfen. Man gibt das Datum der letzten Periode ein, und bekommt einen Kalender geliefert, der die Periode anzeigt, den Tag des Eisprungs, das “Fruchtbarkeitsfenster”, sowie meistens noch den Zeitpunkt, an dem ein Schwangerschaftstest wirksam ist.

Manche Kalender zeigen auch noch an, zu welchem Zeitpunkt der fruchtbaren Tage ein Junge oder ein Mädchen produziert werden kann. Da die “männlichen” Spermien schneller sind als die “weiblichen”, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Jungen höher, wenn der Geschlechtsverkehr am Tag des Eisprungs stattfindet. Da weiterhin die weiblichen Spermien länger überleben als die männlichen, ist die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen höher, wenn der Sex zu Beginn der fruchtbaren Phase stattfindet.

Das Problem am Eisprungkalender dürfte erneut an der fixen Einteilung der Zyklusdauer liegen. Zu Anfang gibt man die letzte Zyklusdauer ein und der Kalender wird auf dieser Basis erstellt. Damit ist die Angabe der fruchtbaren Tage bestenfalls ungenau. Es gibt auch komplexere Kalender, die mehrere Zyklen speichern und den Durchschnitt errechnen.

Es kann nicht schaden, sich in der Schwangerschaftsplanung nach einem Eisprungkalender zu richten. Es sollte jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass hier verlässliche Ergebnisse geliefert werden, da der Kalender eigentlich nur das rechnet, was man sich selbst auch denken könnte. Der Unsicherheitsfaktor in der Zyklusdauer bleibt, und somit wenigstens ein bisschen Abenteuer.    [...mehr]


Autor: Michael

Die Schwangerschaft sensibilisiert. Sensibilisiert gegenüber ansteckende Krankheitserreger. Insbesondere eine Gürtelrose in der Schwangerschaft löst große Unsicherheit bei den Frauen aus. Auch wenn Frauen in ihren Schwangerschaftswochen an der Gürtelrose erkrankt sind, so ist das ungeborene Kind nicht gefährdet. Denn die Viren gelangen nicht in das Blut der Mutter und somit auch nicht in den Mutterkuchen.

schwangere Frau

Die Gürtelrose bedingt eine Infektion mit den Windpocken. Und Frauen, die die Windpocken zumeist in ihrer Kindheit ausgeheilt haben, behalten den Virus im Körper und können somit eine Gürtelrose entwickeln. Denn die Gürtelrose ist die zweite Infektion mit dem Windpockenvirus, der nicht in die menschliche Blutbahn gelangt. Daher ist eine Gürtelrose in der Schwangerschaft nicht gefährlich für das Kind, und auch ungefährlich, aber schmerzhaft für die Frau. Eine Medikation ist in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Aber der Arzt sollte unbedingt aufgesucht werden, mit dem die richtige Heilbehandlung besprochen werden muss.

Die Gürtelrose ist die späte Folge einer früheren Infektion mit den Windpocken, sodass eine ausgebrochene Gürtelrose in der Schwangerschaft nicht gefährlich ist. Eine Gefahr für das ungeborene Kind besteht erst dann, wenn die Mutter die Windpocken noch nicht hatte und sich mit diesem Virus infiziert. Ansonsten ist die Schwangerschaft nicht gefährdet.    [...mehr]


Autor: Michael

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat eine Studie der Universiät Greifswald zum Verhalten deutscher Frauen in der Schwangerschaft erschreckende Resultate geliefert: Das Institut befragte über einen Zeitraum von 3 Jahren gut 3000 Schwangere. 20 % davon, also jede fünfte, rauchen während der Schwangerschaft weiter.

Die Ausrichtung des Artikels auf die angebliche “Unterschichtsherkunft” der schwangeren Raucherinnen halte ich für Meinungsmache, das Ergebnis an sich aber spricht Bände: Dieses Ergebnis spiegelt drastisch das medizinische Aufklärungsdefizit wieder, welches in manchen Bereichen Deutschlands, gerade bei jungen Leuten, vorherrscht. Rauchen während der Schwangerschaft ist kein Kavaliersdelikt, sondern gefährdet das Kind. Da das Nikotin die Blutgefäße verengt, ist es möglich, dass der Fötus keinen Sauerstoff mehr erhält oder die Nährstoff-Versorgung gestört wird.

Die Folgen sind für die Mutter genauso schlimm wie für das Neugeborene: Das Kind kann im Wachstum zurückbleiben oder dauerhafte Hirnschäden davontragen. Das Problem dabei ist meiner Meinung nach, dass der Aufklärungston von Ärzten meistens neutral und wissenschaftlich ist, wenn man Raucherinnen in der Schwangerschaft vor allem eins sagen sollte:
Hallo, du verkrüppelst dein Kind gerade! Nein, es ist nicht in Ordnung, es ist dumm und es ist vor allem unfair dem Neugeborenen gegenüber, wenn du weiterhin rauchst.

Mir geht es nicht darum, rauchende Schwangere ins Zuchthaus zu sperren oder über den Kamm der Nichtbildung zu scheren, letzteres tut meiner Meinung nach der SZ-Artikel. Die Frage, ob man in der Schwangerschaft raucht oder nicht, ist jedoch unabhängig von allen gesellschaftlichen Diskussionen oder Mainstream-Ansichten bzw der Rebellion gegen diese. Es gibt nur eine Antwort: Es ist dämlich und gefährlich.

Es sollte deswegen keine gesundheitspolitische Diskussion geführt werden, wie der Staat hier regulierend eingreifen kann, das ist unmöglich. Ich sehe die Verantwortung einzig und allein bei der Schwangeren selbst, die nicht wollen kann, dass ihr Kind durch eigene Schwäche schon vor der Geburt zu Schaden kommt.    [...mehr]


Autor: Michael

Rund ein Viertel aller Erstschwangeren sind von Gestations- oder Schwangerschaftshypertonie betroffen. Der Bluthochdruck ist, wie Wissenschaftler aus Erlangen vor rund zehn Jahren herausfanden, nervlich bedingt, aber gefährdet keinesfalls die Gesundheit der Schwangeren.  Seine definitiven Ursachen sind aber bis heute noch nicht erschöpfend erforscht. Die Medizin geht davon aus, dass der Schwangerschaftsbluthochdruck durch die deutlich erhöhte Blutmenge im Kreislauf der Schwangeren (etwa 40% mehr) und die damit einhergehende wesentliche Umstellung des Stoffwechsels bedingt wird. Unmittelbar verursacht wird der Bluthochdruck während der Schwangerschaft durch eine Gefäßverengung, die auch das Wachstum des Kindes verlangsamt. Gelegentlich kann Gestationshypertonie auch Frühgeburten verursachen.

Der Schwangerschaftsbluthochdruck setzt gewöhnlich nicht vor der 20. Woche ein und sollte spätestens zwei Wochen nach der Entbindung verschwunden sein. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Sehschwäche und erhöhter Harndrang. Mit dem Urin wird vermehrt auch Eiweiß ausgeschieden. Gestationshypertonie lässt sich nur symptomatisch therapieren; meistens ist das aber nicht nötig. Grundsätzlich sollten Schwangere darauf achten, sich nicht zu sehr körperlich anzustrengen und sich der Schwangerschaft angemessen ernähren. In der Regel ist ein Schwangerschaftsbluthochdruck vorübergehend und ungefährlich; sicherheitshalber mag es natürlich ratsam sein, einen Arzt beim Auftreten der genannten Symptome zu konsultieren.    [...mehr]


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