» Psychosomatik

Autor: Michael

ADHS - Hyperaktivität bei Kindern©flickr / Zarko Drincic

AufmerksamkeitsDefizit-/HyperaktivitätsSyndrom, ist eine psychische Störung, die bereits im Kleinkindalter auftreten kann und durch Aufmerksamkeitsschwäche, aufbrausendes Verhalten und zum Teil auch Hyperaktivität gekennzeichnet ist.

Sie müssen allerdings nicht gleich hellhörig werden, nur weil ihr Kind sehr aktiv und bewegungssuchend ist. Nicht alle Kinder, die unruhig sind und oft ungestüm reagieren, müssen ADHS haben.

Wenn sie also den Verdacht haben, dann sollten sie ihr Kind ärztlich untersuchen lassen, um ganz sicher zu gehen. Wenn ihr Kind sich leicht ablenken lässt und sich nicht lange mit einer Sache beschäftigen kann, dann sind das erste Anzeichen, die sie ernst nehmen sollten.    [...mehr]


Autor: Michael

Stress als Auslöser flickr ©madstreetz

Im Laufe der zurückliegenden Jahre haben sich die Diagnosen bei psychischen Krankheiten um ein Vielfaches erhöht, was aber ganz unterschiedlicher Hintergründe besitzt. Zum einen ist man auf dem Feld der Psychologie in den letzten Jahren erheblich vorangeschritten und zum anderen hat sich auch innerhalb der Gesellschaft ein erheblicher Wandel vollzogen. Leistungsdruck und wechselnde Partnerschaften sind typische Symptome der Moderne und führen letztendlich zu Krankheiten wie Burn-Out-Syndrom, Angststörungen, Depressionen oder Magersucht.

Beim Borderline-Syndrom hingegen wird die Ursache weniger in der aktuellen Lebenssituation vermutet als in der frühen Kindheit, wo ein traumatisches Ereignis der Auslöser gewesen sein könnte. Vielmehr hat das Borderline-Syndrom Auswirkung auf die aktuelle Lebenssituation, wo der Betroffene emotional instabil reagiert. Die eigenen Gefühle richtig zu interpretieren fällt dem Erkrankten deutlich schwer, so dass impulsive Reaktionen und Stimmungsschwankungen zum typischen Krankheitsbild gehören.

Gerade die Stimmungsschwankungen beeinträchtigen die zwischenmenschlichen Beziehungen. Gerät die betroffene Person unter Stress, können paranoide Schlussfolgerungen zu Fehlinterpretationen der jeweiligen Situation führen. Die Folge sind instabile und von Krisen geprägte Partner- und Freundschaften. Bei besonders schweren Fällen steht der Patient quasi neben sich und beobachtet sein Handeln. Um jedoch den Realitätsbezug wieder herzustellen, verletzten sich die vom Borderline-Syndrom betroffenen Personen oftmals selbst.

Medizin-Experten zufolge sind in Deutschland rund zwei Prozent der von der Krankheit betroffen, wovon ein Großteil weiblich ist. Oftmals ist es möglich, den Patienten mit einer ambulanten Therapie hilfreich zur Seite zu stehen.    [...mehr]


Autor: Michael

Magersucht (Anorexia nervosa) und Bulimie (Bulimia nervosa) sind heute, anders als noch vor zwanzig Jahren, weithin bekannte Erkrankungen. Man würde erwarten, dass mit fortschreitender Aufklärung über das Krankheitsbild, den Verlauf und die Symptome die Anzahl der Erkrankungen abnimmt.

Aber das genaue Gegenteil ist der Fall. Als die Sängerin Karen Carpenter 1983 an den Folgen ihrer Magersucht starb, war Anorexia nervosa den wenigsten Menschen ein Begriff. Heute engagieren sich nahmhafte Modemacher und Fotografen in der “Nolita”-Kampagne – und dennoch steigt die Zahl der Erkrankten. Warum?

Popularpsychologen kritisieren in diesem Zusammenhang häufig das vermeintlich magere Schönheitsideal des Westens (bzw., aller Staaten, in deren Kinos Hollywoodfilme laufen…). Das mag einerseits richtig sein. Andererseits unterschlägt es einen Aspekt, der besonders im Hinblick auf dauerhafte Magersucht entscheident ist: Die Sogwirkung, die Suchtwirkung der Krankheit.

Ein verkehrtes Schönheitsideal mag der Auslöser sein – aber im forgeschrittenen Stadium ist die Magersucht tatsächlich eine Sucht; ein autarker Kreislauf, der mitunter erst im Tod endet. Sie bezeichnet ein autoagressives Verhalten und unterscheidet sich in diesem Sinn nicht einmal stark von “klassischem” regressiven Verhalten wie Rauchen und Trinken, bloß, dass letztere gesellschaftlich anerkannt sind.

Die verschiedenen “Pro-Ana”-Foren im Internet dienen Erkrankten als Austauschsorte; allerdings nicht auf dem Weg zur Heilung, sondern im Gegenteil, um sich selbst in der Magersucht zu bestärken. Darin finden sich Anleitungen, um den Hunger zu bekämpfen, Gedichte und Lieder, Fotos etc.; sogar die “10 Gebote” der “Pro-Ana”-Bewegung.

Was Freud wohl dazu sagen würde? Der Thanatos, der Todestrieb, als Lifestyle.



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Autor: Michael

Das Burnout-Syndrom ist hinlänglich bekannt. Doch auch das Gegenteil kann eintreten: Bore-Out infolge von Langweile, Unterfordertsein und Desinteresse.

Müdigkeit

Ein Buch der Schweizer Consulting-Experten Philippe Rothlin und Peter Werder zwingt zurzeit die deutsche Arbeitswelt, einer unangenehmen Tatsache ins Auge zu blicken: Der Schaden, den chronisch unterforderte und gelangweilte Arbeitskräfte der Volkswirtschaft zufügen, dürfte längst im mehrstelligen Milliardenbereich angelangt sein.

Was die Autoren “Bore-out”, also “Ausgelangweiltsein”, getauft haben, überrascht nicht wirklich: Viele Menschen fühlen sich in ihrem Job nicht hinreichend ausgelastet. Aus Angst vor Arbeitslosigkeit wagen sie es aber nicht, zu kündigen. Stattdessen wird Arbeit “simuliert”: Überstunden, in denen man nichts tut. Prall gefüllte Aktenkoffer für den Feierabend, die nur Zeitungen enthalten. Alles nach dem Motto: Lieber Burn-out als Bore-out.

Rothlin und Werder sehen zwei mögliche Begründungen für das Bore-out-Syndrom: Falscher Beruf oder falsche Stelle. So gäbe es Menschen, die von vornerein einen Beruf erlernten, der sie nicht interessiert. Meist geschieht dies aus rationalen, arbeitsmarktbedingten Gründen. Andere haben grundsätzlich Spaß an ihrem Beruf, sind aber ins falsche Unternehmen oder in die falsche Position gerutscht. Und dort chronisch unterfordert.

Der Engagement-Index des Martkforschungsunternehmens Gallup hat ermittelt, dass 87% der deutschen Arbeitnehmer sich ihrem Unternehmen kaum verbunden fühlen. 19% haben die “innere Kündigung schon vollzogen“, wie die FAZ zynisch formuliert.

Das Buch mahnt eindringlich, Bore-out endlich ernstzunehmen. Tausende Arbeitnehmer bleiben deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Während dieser Umstand sich in Führungsseminaren, bei Karrierediensten und Headhuntern allmählich herumspricht, nehmen die Krankenkassen davon kaum Notiz. Wie sollten sie auch? – Kaum ein Arbeitnehmer, der wegen Bore-out zum Arzt geht. Und wenn doch, ist von Depressionen die Rede; gegebenenfalls wird eine Psychotherapie begonnen.

Langeweile, Unterfordertsein und Desinteresse erzeugen aber nicht nur einen wirtschaftlichen Schaden. Langfristig kann Bore-out auch psychosomatisch werden und real krank machen. Ein Grund mehr, das Syndrom wahrzunehmen und, gegebenenfalls, früh genug Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Freilich möchte kaum ein Arbeitnehmer zu seinem Vorgesetzten gehen und erklären, er fühle sich chronisch unterfordert und habe eigentlich nichts zu tun – besonders nicht, nachdem er schon eine Weile in dem Unternehmen gearbeitet hat. Die Unternehmensberater empfehlen daher, solche Aussagen positiv zu formulieren: “Ich könnte noch mehr machen, interessiere mich auch noch für …” In der Regel führten solche Ansätze rasch zum Erfolg.

Im Übrigen kommen die Autoren in ihrem Buch zu einem wenig überraschenden Schluss: Bore-out betrifft nur Menschen, die am Schreibtisch arbeiten. Ein Maurer nämlich kann nicht einfach so tun, als ob er eine Mauer hochzöge.    [...mehr]


Autor: Christina

Eine Vielzahl von Internetseiten beschäftigt sich mit dem Burnout-Syndrom: Offensichtlich herrscht große Nachfrage nach fundierter Information. Die Krankheit, deren wesentliche Merkmale 1974 erstmals von H. Freudenberger festgehalten wurden, scheint eine Zivilisationskrankheit zu werden, deren Radius innerhalb der Bevölkerungsgruppen immer größer wird.
Tatsächlich weitet das Feld der Betroffenen sich aus. Zunächst klassischerweise in „Helfer“- (Lehrer, Pfleger, Ärzte, Kindergärtner etc.) und Manager-Berufen geortet, lassen sich Fälle des Burnout-Syndroms inzwischen in allen Alters- und Berufsgruppen feststellen. Prominente Erkrankte waren oder sind beispielsweise der Jazz-Pianist Keith Jarrett oder der Skispringer Sven Hannawald.
Als besonders bedroht gelten Menschen, die von Berufs wegen große Verantwortung tragen – oder sich einfach nur in besonderer Weise verantwortlich fühlen. Letztlich haben viele Faktoren Einfluss auf die Krankheit, unter anderem Depressionen, Ängstlichkeit, Perfektionsstreben, ein labiles Selbstwertgefühl oder Hyperaktivität.
Frühzeitig erkannt, kann das Burnout-Syndrom in den meisten Fällen erfolgreich gelöst werden. Eine psychotherapeutische Behandlung ist gewöhnlich der beste Weg. Auch im Internet finden sich hilfreiche Seiten.    [...mehr]


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