» Kinderkrankheiten

Autor: Michael

Kuss Krankheit flickr©davisChief

Immer wieder hat man in der jüngsten Vergangenheit von Sportlern gehört, die aufgrund des Pfeifferschen Drüsenfiebers erheblich geschwächt wurden (Roger Federer) oder wie im Falle des Fußballers Olaf Bodden sogar ihre Karriere beenden mussten. Die Krankheit, die mittels Tröpfchen- oder Kontaktinfektion übertragen wird, hat sich auch immer mehr als Volkskrankheit erwiesen.

Beim Pfeiffersches Drüsenfieber handelt es sich um eine Viruserkrankung, die sehr häufig bei Kinder oder jungen Erwachsenen auftritt. Mit ähnlichen Symptomen wie eine Grippe wird es von vielen Betroffenen selten in ihrer Form wahrgenommen, weshalb auch die seltenen Fälle von monatelanger oder gar jahrerlanger Erkrankungen in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen haben.

Auslöser des Pfeiffersches Drüsenfiebers ist das Epstein-Barr-Virus, das den Gamma-Herpesviren zugeordnet wird. Normalerweise erkrankt ein Mensch lediglich einmal im Leben am Fieber, jedoch kann wie beim normalen Herpes eine wiederholte Infektion möglich sein. Im Gegensatz zum “normalen2 Fieber läßt sich das pfeiffersche Drüsenfieber auch nicht mit Wadenwickel oder dergleiche senken.Die Ausbreitung unter jungen Menschen ist durch deren intensiven Kontakt möglich, weshalb das Pfeiffersches Drüsenfieber auch den Beinamen „Kuss-Krankheit“ trägt. Die Erreger greifen zunächst das Drüsengewebe im Mund- und Rachraum sowie in der Nase an, um dann ähnliche Symptome wie eine Grippe hervorzurufen. Bei vielen Menschen lassen sich später EBV-Antikörper nachweisen, somit hat eine unbewusste Ansteckung stattgefunden. Wie fast alle Herpes-Viren bleibt auch der Erreger des Fiebers lebenslang im Körper, weshalb immer die geringe Gefahr eines erneuten Ausbruches besteht und wie beim eingangs erwähnten Beispiel von Olaf Bodden schließlich zum Karriereende führt.    [...mehr]


Autor: Michael

Im Kindesalter ist Bettnässen nicht ungewöhnlich. Noch jeder zehnte Siebenjährige ist betroffen.

Dass Kleinkinder, auch wenn sie tagsüber weitgehend “trocken” sind, gelegentlich ihr Bett einnässen, ist nichts Ungewöhnliches. Ein drei- oder vierjähriges Kind, das tagsüber schon ohne Windel auskommt, kann durchaus gelegentlich noch ins Bett machen – die Kontrolle der Blase wird nur allmählich erlernt; verständlicherweise ist dies im Schlaf besonders schwierig. Grundsätzlich sprechen Ärzte bei einem Kind unter fünf Jahren nicht von Bettnässen als Störung.

Von Bettnässen (Enuresis) spricht man, wenn ein über-fünfjähriges Kind mindestens zweimal im Monat unabsichtlich in sein Bett oder seine Kleider uriniert. Man unterscheidet ferner primäres Bettnässen, wenn das Kind noch nie über einen längeren Zeitraum “trocken” war, und sekundäres Bettnässen. Die relativ häufige Störung kann viele Ursachen haben – in jedem Fall ist es sinnvoll, einen Arzt zu konsultieren. In der Regel handelt es sich um eine geringe Entwicklungsverzögerung, also nichts, was Anlass zur Sorge gäbe. Enuresis kann aber auch organische Ursachen haben – dann ist medizinische Hilfe unabdingbar.

Übrigens ist immerhin 1% der Jugendlichen und Erwachsenen ebenfalls gelegentlich betroffen. Sofern somatische Ursachen ausgeschlossen werden können, wird Enuresis als psychische Störung betrachtet und mit ausführlicher Beratung, apparativer Verhaltenstherapie und gegebenenfalls Pharmakotherapie behandelt. Bettnässen ist in den meisten Fällen keine Krankheit im eigentlichen Sinn und geht rasch vorüber. Dennoch ist es für Betroffene (und besonders Kinder) sehr unangenehm; sie isolieren sich, vermeiden es, außerhalb zu übernachten etc. Eltern und Erzieher sollten darum auf die besondere Situation der Kinder Rücksicht nehmen und ihnen Klassenfahrten und dergleichen nach Möglichkeit erleichtern.    [...mehr]


Seite 3 von 3«123