Burnout- Syndrom – Chance auf Veränderung

Wenn die Diagnose Burnout gestellt wird, bricht für viele Betroffene eine Welt zusammen. Diese Welt bestand bis zu diesem Augenblick aus Pflichterfüllung, hohen Anforderungen an sich selbst und Überforderung in Beruf und/oder Familie. Ein Burnout- Test hilft, diese Entwicklung frühzeitig zu erkennen und einen Ausweg zu finden.

Was ist Burnout?

Wörtlich übersetzt heißt Burnout „Ausgebrannt sein“. Die international gültige Klassifizierung für Diagnosen (ICD) sieht Burnout nicht als explizit fassbare Erkrankung vor, sondern ordnet die Beschwerden in den Bereich der Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung ein. Die Spannbreite reicht von chronischer Erschöpfung bis hin zur Depression und genau das kann durch einen – vor allem unbehandelten Burnout – eintreten. Die Betroffenen erleben nach fortwährender Überlastung eine fortschreitende Erschöpfung, der meistens ein körperlicher Zusammenbruch folgt. Das Feuer, welches im Inneren der Patienten lange Jahre brannte und zu Höchstleistungen anspornte, ist plötzlich erloschen – zurück bleibt eine innere Leere, die Unfähigkeit, weitere Leistungen zu erbringen und ein tiefer Erschöpfungszustand. Spätestens jetzt müssen sich die Patienten professionelle Hilfe suchen, dabei wäre es besser gewesen, frühzeitig einen Burnout- Test zu machen, um rechtzeitig reagieren zu können.

Wer ist von Burnout betroffen?

Lange Zeit ging man davon aus, dass spezielle Berufsgruppen besonders gefährdet sind auszubrennen. Dazu zählen pflegerische, soziale und pädagogische Berufe. Mittlerweile weiß man, dass jeder, der an seinem Arbeitsplatz oder im Privatleben stetigen Stress-Situationen ausgesetzt ist, an Burnout erkranken kann.

Wie wird Burnout behandelt?

Der richtige Ansprechpartner für Menschen, die an Burnout leider oder erste Anzeichen dafür aufzeigen, ist entweder der Hausarzt oder gleich ein Facharzt für psychische Erkrankungen oder ein psychologischer Psychotherapeut. Ob die Gabe von Medikamenten erforderlich ist, wird der erfahrene Arzt verantwortungsvoll entscheiden. In den meisten Fällen wird eine begleitende Psychotherapie empfohlen werden oder bei schweren Fällen auch ein Klinikaufenthalt, um langfristig eine Veränderung herbeizuführen. Die Behandlung kann einige Wochen oder sogar Monate dauern. In einigen Fällen wird sich herausstellen, dass hinter den Beschwerden eine Depression steckt, die entweder durch das Burnout herbeigeführt wurde oder bereits vorher unerkannt und unbehandelt blieb. In diesen Fällen wird die Behandlung entsprechend angepasst. Mit ärztlicher und therapeutischer Begleitung finden die Patienten aus ihrer Situation wieder heraus und erlangen meistens ihre Arbeitsfähigkeit zurück – wenn auch unter anderen Voraussetzungen und mit einer geänderten inneren Einstellung.

Wie verhindert man Burnout?

Nicht jeder, der sich erschöpft fühlt, ist von Burnout bedroht. Wer aber nicht auf die körperlichen Signale hört und trotz des Gefühls, überlastet zu sein, wie gewohnt weiter macht oder sogar noch einen Schritt mehr zulegt, steuert geradewegs auf einen Zusammenbruch zu. Ein Burnout- Test hilft, diese Entwicklung zu erfassen und die Notwendigkeit zu erkennen, Änderungen herbeizuführen. Es ist ganz wichtig, das Leben zu entschleunigen, Pausen einzuplanen und diese auch einzuhalten sowie einen Ausgleich zur beruflichen Belastung zu finden. Alles, was dazu dient, sich selbst ernster zu nehmen, achtsam mit der eigenen Gesundheit umzugehen und sich selbst mehr wertzuschätzen, ist willkommen, um der unheilvollen Entwicklung entgegenzutreten. Ganz wichtig ist es, nicht zu warten, bis der Zusammenbruch da ist, sondern bereits vorher einen Hausarzt oder Therapeuten aufzusuchen, um sich helfen zu lassen. Diese Hilfe muss nicht automatisch in der Gabe von Medikamenten liegen. Oftmals genügen die Umstellung der Arbeits- und Lebenssituation und die Veränderung der inneren Einstellung in Bezug auf Pflichterfüllung und Verantwortungsgefühl.

Burnout als Chance verstehen

Wer einen Burnout- Test macht, unternimmt damit den ersten Schritt in die richtige Richtung. Es muss nicht zum totalen Zusammenbruch kommen, besser ist es, sich rechtzeitig helfen zu lassen und sich und seinem Leben die Chance auf Gelassenheit, Glück und Gesundheit zu geben.

Weitere Informationen zum Thema Burnout und zu vielen weiteren psychischen Krankheitsbildern findet man auf psycheplus.

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