Brustkrebs: Was sind Risikofaktoren?

Brustkrebs ist hierzulande die häufigste Krebsart, an der mehr Patientinnen sterben als an irgendeiner anderen Krebserkrankung. Bestimmte Risikofaktoren spielen dabei oftmals eine entscheidende Rolle.


Brustkrebs tritt vermehrt in den westlichen Ländern und überwiegend bei Frauen auf. Eine Therapie besteht in der Regel aus einer Kombination aus Operation, Zystostika-, Hormon- und Strahlentherapie. Zahlreiche nationale, sowie internationale Programme zur Früherkennung und Behandlung sollen die Sterbequote in Zukunft senken. Brustkrebs, der am häufigsten bösartige Tumor der Brustdrüse entsteht in den meisten Fällen sporadisch, also zufällig, wobei aber auch erbliche und erworbene Risikofaktoren oftmals Auslöser dieser Krebserkrankung darstellen.

Brustkrebs – Risikofaktoren für die Erkrankung

Die Häufigkeit von Brustkrebs schwankt stark in verschiedenen Ländern der Welt, wobei nachweislich nicht die genetischen Unterschiede maßgeblich für ein erhöhtes Risiko sind, vielmehr spielen die Einflüsse der Ernährung und des Lebensstils eine ausschlaggebende Rolle. Nur etwa 5 Prozent der Erkrankungen liegen mutierte Brustkrebsgene zugrunde. Ein Wissenschaftlich gut gesicherter Faktor für die Risikoerhöhung sind Brustkrebserkrankungen der Mutter oder Schwester. Die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst an Brustkrebs erkrankt, steigt statistisch ab zwei Erkrankten in der direkten Verwandtschaft an. Außerdem erhöht eine große Lebenszeitzyklenzahl, also ein früher Eintritt der ersten Periodenblutung vor dem 11. bis 12. Lebensjahr und wiederum ein spätes Einsetzen der Wechseljahre nach dem 55. Lebensjahr, das Brustkrebsrisiko nachweisbar. Ebenso stellen Kinderlosigkeit oder eine späte Erstgeburt nach dem 32. Lebensjahr risikoerhöhende Faktoren dar.

Einfluss von Lebensstil und Ernährung bei der Brustkrebsentstehung

Wenn hohes Körpergewicht, hohe Körpergröße und ein hoher Körperfettanteil bereits in der Kindheit, aufgrund eines übermäßigen Verzehrs von Eiweiß, Fett und Zucker bei gleichzeitig mangelnder Bewegung auftreten, so erhöht dies das Risiko später an Brustkrebs zu erkranken aller Wahrscheinlichkeit nach um ein Vielfaches mehr als ein Übergewicht im mittleren Lebensalter. Aber übermäßiger Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung und Bewegungsarmut führen wohl zeitlebens zu einem erhöhten Brustkrebsrisiko. Ionisierende Bestrahlung ,durch Röntgenstrahlen oder Radioaktivität, des Brustgewebes vor dem 40. Lebensjahr ist ein gut gesicherter risikoerhöhender Faktor für Brustkrebs. Bei Fragen zu Brustkrebs tritt auch immer wieder die Verunsicherung im Bezug auf die Einnahme der Antibabypille auf. Ob diese jedoch das Risiko erhöht, ist stark dosis-und substanzabhängig und bis heute nicht vollständig geklärt.

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