Artischocke – Ihre Wirkung als Heilpflanze

Die Artischocke ist eine Kulturpflanze, die in Südamerika, im Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln gedeiht. Die bis zu zwei Meter hohe Pflanze besitzt fiederspaltige Blätter und gehört zu den Distelarten. Sie ist nicht nur als schmackhafte Zutat beliebt, sondern hat auch eine hohe medizinische Wirkung.

Die Artischocke ist eine hochwirksame Heilpflanze © flickr/El@_56

In medizinischer Hinsicht finden die getrockneten Grundblätter sowie das frische bzw. getrocknete Kraut Verwendung. Mitunter kommen auch die Wurzeln und die Blütenknospen zum Einsatz oder aber auch ein Saft aus den frischen Pflanzenteilen.

Artischocke – Inhaltsstoffe und Wirkung

Die Blätter und Wurzeln der Pflanze enthalten hochwirksame Flavonoide und Chinasäurederivate, die sich positiv auf die Galle und die Leber auswirken. So bewirken sie eine Steigerung der Gallenabsonderung und haben einen schützenden Effekt auf die Zellen der Leber. Darüber hinaus wirken sich die Inhaltsstoffe positiv auf den Fettstoffwechsel aus und können die Blutfettwerte senken. Aus diesem Grund wird die Artischocke als so genanntes Choleretikum bzw. als linderndes Mittel bei hohen Blutfettwerten in der Naturheilkunde verwendet.

Zu den weiteren bedeutenden Inhaltsstoffen gehört der Bitterstoff Cynarin, der zunächst als wirksamer Bestandteil der Pflanze betrachtet worden ist. Allerdings kommt dieser nur in einem sehr kleinen Anteil in der frischen Artischocke vor.

Einsatzgebiete

Die Artischocke findet bei verschiedenen Krankheiten Verwendung. So wird sie unter anderem bei spezifischen Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Im Besonderen zeigt sie dabei ihre Wirkung bei Störungen des ableitenden Gallensystems. Weiterhin findet die Pflanze ganz traditionell bei Blähungen und Appetitlosigkeit verwendet.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Artischocke eine verdauungsfördernde, appetitanregende und cholesterinsenkende Wirkung hat. Dank der verschiedenen Wirkungsmechanismen, wie der erhöhten Ausscheidung von Cholesterin und dem vermehrten Verbrauch von Gallensäuresynthese, lässt sich der Cholesteringehalt angeblich um bis zu 12 Prozent senken.

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