Arteriosklerose – Vorsorge gegen Risikofaktoren

Arteriosklerose ist heutzutage wesentlich häufiger als früher und in Industrieländern durch die schwerwiegenden Auswirkungen auf den menschlichen Organismus die häufigste Todesursache. Bei der Arteriosklerose lagern sich unlösliche Bestandteile wie Fette und Bindegewebe allmählich in den Gefäßwänden an, die dadurch verhärten. Der umgangssprachliche Name Arterienverkalkung rührt daher, dass unter diesen Ablagerungen auch Kalk ist.


Das Problem an dieser Erkrankung ist, dass sie nicht plötzlich ausbricht, sondern sich über Jahre hinweg meist unmerklich ausbreitet, bis es irgendwann zu spürbaren gesundheitlichen Problemen kommt. Aktive Vorsorge kann das Risiko senken. Die ersten Anzeichen äußern sich meist in Durchblutungsstörungen, können aber weitaus schlimmere Folgen haben.

Durchblutungsstörungen sind meist der Anfang

Durch den eingeschränkten Blutfluss kann es passieren, dass ganze Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können. Man spricht in diesem Fall von Ischämie. Die weiteren Folgen einer Arteriosklerose reichen von Thrombosen bis hin zum Herzinfarkt oder zum Schlaganfall. All diese Folgeerscheinungen sind nicht zu unterschätzen und können schlimmstenfalls gar zum Tod führen.

Es gibt viele Risikofaktoren, die die Entstehung von Arteriosklerose begünstigen. Gegen einige kann man nichts ausrichten. So steigt das Risiko beispielsweise mit zunehmendem Alter. Auch die individuelle genetische Veranlagung kann ein Risikofaktor sein.

Vorsorge senkt Risiko

Andere Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel lassen sich jedoch sehr wohl aktiv bekämpfen. Bestimmte Krankheiten, wie Diabetes mellitus, chronisches Nierenversagen oder Gicht, kann man behandeln lassen.

Um dem Bewegungsmangel entgegenzuwirken, reicht es schon aus, täglich einige Minuten spazieren zu gehen. Natürlich haben Joggen, Fahrradfahren oder Ausdauertraining denselben Effekt. Es kommt aber darauf an, was einem selbst mehr gefällt oder wozu man körperlich in der Lage ist.

Bei der Ernährung sollte man darauf achten, viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte zu sich zu nehmen. Speziell mediterrane Ernährungsweisen mit Zutaten wie Olivenöl stehen in dem Ruf, einer Arteriosklerose entgegen zu wirken. Die Hauptabsicht einer solchen Ernährung ist es, den Cholesterinspiegel nicht weiter zu erhöhen. Um den Cholesterinanteil im Blut tatsächlich zu senken, sind jedoch zusätzliche Medikamente nötig.

Beim Gewicht sollte man hauptsächlich darauf achten, dass man maximal im leicht übergewichtigen Bereich liegt. Durch Nikotin verengen sich die Gefäße. Man sollte also spätestens bei der Diagnose Arteriosklerose mit dem Rauchen aufhören. Nur völliger Entzug wirkt der Verengung effektiv entgegen. Die Senkung des Konsums allein ändert an dem Krankheitszustand nichts, da Nikotin bereits in kleinsten Dosen diese Wirkung hat.

Risikofaktoren wie Übergewicht und Bluthochdruck werden unter anderem durch Stress hervorgerufen. Daher sollte man diesen wo es geht vermeiden. Wenn man vielen dieser Risikofaktoren gleichzeitig ausgesetzt ist, wird es vermutlich schwierig, die Lebensgewohnheiten zu ändern. Allerdings ist ein positiver Effekt oft wechselseitig. Sprich: Bei ausreichender Bewegung und gesundheitsbewusster Ernährung ist bald auch der Blutdruck normal und das Gewicht reduziert sich.

Mediziner
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