Antriebslos, überarbeitet, erschöpft? Der Burnout kann jeden treffen

Der Burnout Faktor kann jeden treffen, besonders gefährdet sind dabei WorkaholicsIn den 1970er Jahren in den USA als „Stress-Syndrom der helfenden Berufe“ beschrieben, bezeichnet das Burnout Syndrom allgemein ein Gefühl der permanenten Erschöpfung als Reaktion auf Überforderung in Beruf und Privatleben. Das Gefühl des „Ausgebrannt-Sein“ lässt schließlich keine Phasen der Erholung mehr zu; es gibt scheinbar keine Gelegenheit, Kraft zu tanken oder abzuschalten. Das Burnout Syndrom ist nicht als Krankheit mit klaren Symptomen anerkannt, gleichwohl ein häufiges Leiden, meist als Folge von Stress, der nicht verarbeitet werden kann.

Burnout Syndrom – Körper und Geist verlangen nach einer Auszeit

Eine langjährige andauernde Ausschüttung von Stresshormonen führt schließlich zu einer eingeschränkten Produktion von den Hormonen und Botenstoffen, die für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verantwortlich sind. Apathie, Gleichgültigkeit, aber auch Aggressivität und die Häufigkeit von psychosomatischen Erkrankungen nehmen zu. Im Allgemeinen werden die Symptome in drei Kategorien eingeteilt:

  • Emotionale Erschöpfung aufgrund zu hoher Anstrengung, physisch wie emotional;
  • man steht der Arbeit zunehmend unpersönlich und distanziert gegenüber;
  • Erleben von Misserfolg: man kann die Anforderungen der Arbeit nicht mehr erfüllen.

Feierabend: mit den Kindern spielen, Sport treiben, ins Kino gehen…

Häufig sind Personen davon betroffen, die sich durch einen übersteigerten Ehrgeiz, Erfolgssucht, Perfektionswahn, aber auch durch das sogenannte Helfersyndrom und ein labiles Selbstwertgefühl auszeichnen. Über längere Zeit werden soziale Kontakte, Hobbies und persönliche Bedürfnisse vernachlässigt, das Eingespannt-Sein in den Beruf fordert ständig die letzten Kraftreserven. Man kann sich selbst nicht eingestehen, dass man ein Problem hat. Das Gefühl der inneren Leere und der eigenen Wertlosigkeit nimmt zu. Depression mit Gleichgültigkeit, Motivationslosigkeit und Erschöpfung ist häufig die Folge.

Kurzfristig Stress abbauen, mittelfristig Lebensgewohnheiten ändern

Eine kritische Analyse des Ist-Zustandes in Form eines Burnout Syndrom Test kann eine erste Hilfe sein: Belastungen, Bedürfnisse, Ziele, Fähigkeiten ausleuchten. Die Selbsteinschätzung anzupassen heißt, genau abzuklären, wo die eigenen Grenzen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit liegen und wie das soziale und berufliche Umfeld aussieht. Eine gesunde Lebensführung bezüglich Ernährung, Sport und Schlaf, Ausgleich und Hobbies sollte angestrebt werden.
Hilfreich kann es auch sein verschiedenartige Entspannungstechniken zu erlernen. Eine Möglichkeit stellt zum Beispiel das autogene Training dar. Im Rahmen einer privaten Hypnose Ausbildung kann diese Technik erfolgreich angeeignet werden. Eine begleitende Psychotherapie kann vielen die ersten Schritte aus dem Burnout Syndrom erleichtern.

Bild von ‚Oliver Flörke‘ für Fotolia aufgenommen.

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