Anämie – Teil 1: Eisenmangelanämie

Der Begriff Anämie bezeichnet entweder den erniedrigten Gehalt von Hämoglobin im Blut oder die niedrige Anzahl der Erythrozyten im Vergleich zum restlichen Blutvolumen. Folge dieser Erkrankung ist der verminderte Sauerstofftransport.

Man kennt unterschiedliche Formen, wobei die Anämie zumeist das Symptom einer anderen Grunderkrankung darstellt.

Die häufigste Anämieform ist die Eisenmangelanämie. Bei ihr treten die oben genannten Mangelzustände infolge einer Verminderung des physiologischen Eisengehaltes auf.

Chronische Blutungen bilden die häufigste Form der Eisenmangelanämie. Diese tritt vor allem bei Frauen mit der Regelblutung wiederholt auf. Damit lässt sich auch erklären, dass 80% der Patienten mit Eisenmangelanämie weiblichen Geschlechtes sind. Weitere Quellen von Blutungen sind Operationen und der unnatürlicher Blutverlust im Magen – Darm – Trakt und anderen Organen. Auch häufiges Blutspenden kann ein Auslöser dieser Anämieform sein. Weitere Ursachen sind mangelhafte Eisenzufuhr über die Ernährung, vermehrter Eisenverbrauch während der Schwangerschaft sowie eine gestörte Eisenresorption.

Die Symptome der Eisenmangelanämie sind vielfältig: neben Kopfschmerzen, körperliche Schwäche und Konzentrationsschwierigkeiten, geht die Erkrankung auch mit trockener und blasser Haut einher.
Durch Untersuchung des Blutbildes kann die Mikrozytose (verminderte Erythrozytenanzahl) diagnostiziert werden. Steht die Diagnose fest, so kann mit Eisensubstitution therapiert werden und wenn möglich, gilt es, die Blutungsquelle zu unterbinden.
Wichtig zu wissen ist, dass vom Körper nur zweiwertiges Eisen resorbiert werden kann. Die dreiwertige Form wird hingegen unverändert ausgeschieden.
Neben der medikamentösen Therapie kann es in seltenen Fällen auch erforderlich sein, parenteral (in Form von Injektionen) zu substituieren.

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