Amnesie – Wenn die Erinnerungen verschwinden

Eine Amnesie kann durch verschiedene Umstände wie einen Unfall, Drogenmissbrauch, Gewalteinwirkungen oder durch Gehirnerkrankungen ausgelöst werden. Dieser Verlust der Erinnerungen kann darüber hinaus auch durch bereits lang andauernde Belastungssituationen hervorgerufen werden. Man unterscheidet mehrere Formen der Amnesie.

Eine Amnesie kann zum Beispiel durch einen Unfall, Schlaganfall oder durch Alkoholmissbrauch ausgelöst werden © flickr/Dracula Ronaldini

Im Gegensatz zur Alzheimer Erkrankung tritt eine Amnesie plötzlich ein. Die Form des Gedächtnisverlusts kann nach einem bestimmten Zeitraum wieder verschwinden oder aber auch bis zum Lebensende bestehen bleiben.

Formen der Amnesie

Medizinisch unterscheidet man vier Formen der Amnesie: Bei der so genannten retrograden Amnesie kann sich die betroffene Person nicht mehr an die Ereignisse vor einem bestimmten Zeitpunkt erinnern. Dabei kommt es zu einer Störung des autobiografischen Gedächtnisses des Betroffenen. Mitunter kann diese Form sogar dazu führen, dass der Patient nicht mehr weiß wer er ist.

Patienten, die an einer anterograden Amnesie leiden, vergessen Ereignisse nach einem bestimmten Vorfall sehr schnell. In diesem Fall ist das Kurzzeitgedächtnis gestört. Weiterhin unterscheidet man die kongrade (Patient kann sich nur an ein bestimmtes Ereignis nicht mehr erinnern) und die psychogene Amnesie (Person kann sich nicht mehr an ein traumatisches Ereignis erinnern).

Was löst den Gedächtnisverlust aus?

Diese Form des Gedächtnisverlustes kann durch verschiedene Umstände ausgelöst werden. So können zum Beispiel ein Schlaganfall, Unfälle, bei denen es zu Hirnverletzungen kommt, traumatische Erlebnisse, Drogen- und Alkoholmissbrauch und epilleptische Anfälle eine Amnesie auslösen.

Vorbeugend kann gezieltes Training zur Steigerung der Merkfähigkeit durchgeführt werden. Darüber hinaus lohnt sich Gedächtnistraining zu jedem Zeitpunkt und in jedem Alter. Wer in regelmäßigen Abständen sein Gedächtnis trainiert, bewirkt nicht nur eine Steigerung der Merkfähigkeit sondern auch eine Verdichtung der Verbindungen zwischen den Neuronen, wodurch die Informationsverarbeitung beschleunigt wird.

Können die Erinnerungen zurückkommen?

Die Erinnerungen können zurückkommen, allerdings ist es ein weiter Weg bis dahin. Der Genesungsvorgang muss unterstützt werden und die Patienten müssen viele Dinge neu lernen, wobei Gedächtnistraining eine große Hilfe sein kann.

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