Alkoholkonsum: ab wann besteht eine Abhängigkeit?

Alkoholsucht
Eine Flasche Bier oder ein Glas Wein gehört für viele Menschen dazu, um den Abend nach einem langen Arbeitstag entspannt ausklingen zu lassen. Nicht immer bleibt es jedoch dabei: Häufig wird aus dem gelegentlichen Alkoholgenuss ein übermäßiger Konsum, der nicht nur eine erhebliche gesundheitliche Gefährdung zur Folge hat, sondern sich auch auf das ganze Leben auswirken kann. Doch an welchen Kriterien können Angehörige das Vorliegen einer Alkoholsucht eigentlich erkennen?

Symptome der Alkoholsucht

Wer alkoholabhängig ist, ist in der Regel nicht mehr in der Lage, den eigenen Alkoholkonsum zu kontrollieren. Wird die Alkoholzufuhr reduziert, reagiert der Körper mit Entzugserscheinungen, die erhebliche Ausmaße annehmen können. So leiden Betroffene oftmals unter einem unkontrollierbaren Zittern der Hände, aber auch Unruhe und Wutausbrüche können ein Anzeichen für den Entzug sein. Ein Alkoholabhängiger verspürt dann einen extremen Zwang, Alkohol zu trinken, um die Entzugssymptome zu lindern. Zudem verändert sich das Verhalten der Betroffenen: Hobbys und Interessen werden zunehmend vernachlässigt, stattdessen nimmt die Beschaffung und der Konsum des Alkohols einen großen Teil der Zeit in Anspruch. Familiäre Probleme oder Konflikte mit dem sozialen Umfeld sind die Folge. Alkoholabhängige sind sich häufig völlig im Klaren darüber, dass sie dem eigenen Körper und der Familie großen Schaden zufügen, trinken jedoch wider besseres Wissen einfach weiter.

Alkoholabhängigkeit: Diagnose und Therapie

Das Eingeständnis, dass der eigene Alkoholkonsum gefährliche Ausmaße angenommen hat, ist der erste Schritt auf dem Weg zur Heilung. Ein intensives Gespräch mit einem Arzt des Vertrauens sowie eine gründliche körperliche Untersuchung sollten folgen. So kann der Arzt anhand der Blutwerte den Verdacht auf eine vorliegende Alkoholabhängigkeit bestätigen, um dann eine geeignete Therapie einzuleiten. In der Regel beginnt diese Therapie mit einem vollständigen Alkoholentzug. Wer einmal alkoholsüchtig war, ist in den meisten Fällen nicht in der Lage, sich ein kontrolliertes Trinken anzugewöhnen. Stattdessen ist eine dauerhafte Abstinenz das Ziel der Therapie. Die Seite http://www.forum-alkoholiker.de/fragen.php kann über weitere Fragen Aufschluss geben.

Alkohol: Ja, aber in Maßen!

Alkohol ist ein Genussmittel, mit welchem verantwortungsvoll umgegangen werden muss. Gegen ein gelegentliches Bier mit Freunden ist nichts einzuwenden, solange die persönlichen Grenzen realistisch eingeschätzt werden und es kein Problem darstellt, auch über längere Zeiträume auf den Alkohol zu verzichten. Wer regelmäßig trinkt und bei einem Verzicht Entzugserscheinungen entwickelt, sollte sich ärztlich beraten lassen.

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