Akupunktur: die alternative Heilmethode bei Schmerzen

Viele Menschen wenden sich heute alternativen Heilmethoden, wie zum Beispiel der chinesischen Heilmedizin zu, zu der auch die Akupunktur zählt. Weil die Nachfrage groß ist, haben viele Ärzte mittlerweile Qualifikationen im Bereich der Nadeltherapie erworben. Hier spielen insbesondere die Lebensenergien eine Rolle, die als Qi bezeichnet werden. Sie befinden sich nach chinesischer Vorstellung auf gewissen Leitbahnen auf der Haut, den sogenannten Meridianen, die Einfluss auf sämtliche Körperfunktionen haben. Klinische Studien belegen eine Wirksamkeit der Akupunktur zum Beispiel bei durch Arthrose bedingten Schmerzen und chronischen Rückenschmerzen.
Akupunktur

Wie funktioniert Akupunktur?

Die Akupunktur folgt einem besonderen Behandlungskonzept und basiert auf der Lehre von Yin und Yang, die später durch die fünf-Elemente-Lehre und der Lehre von den Meridianen ergänzt wurde. Der wichtigste Bestandteil sind die Nadeln, die in vorgeschriebene Punkte auf Leitlinien auf der Haut gestochen werden. Dann kommt  die sogenannte Moxibustion zum Einsatz, indem die Therapiepunkte erwärmt werden. Anschließend werden diese Punkte massiert.

Insgesamt nutzt die chinesische Heilmedizin bei der Akupunktur bis zu 400 Punkte, die auf den Meridianen verteilt liegen. Zur Vereinfachung hat man ein heute gängiges Modell von zwölf Hauptmeridianen eingeführt: sie sind jeweils spiegelbildlich auf beiden Körperseiten paarig angelegt. Acht Extrameridiane und eine Reihe von Extrapunkten ergänzen das Modell. Nach dem Modell der traditionellen chinesischen Medizin wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Qi, also die Lebensenergie, beeinflusst.

Wie ist der Behandlungsablauf und bei welchen Erkrankungen kann Akupunktur helfen?

Die Akupunktur dürfen nur eigens dafür ausgebildete Kräfte wie beispielsweise Ärzte oder auch Heilpraktiker ausführen. Die Behandlung findet in 20- bis 30-minütigen Sitzungen statt, in denen sich der Patient während der Nadelung in ruhiger und entspannter Lage, meistens in Sitzposition, befindet. Insgesamt werden dabei immer so wenig Nadeln wie möglich eingestochen, nachdem die betreffenden Stellen zuvor kurz massiert wurden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat eine Liste der Erkrankungen zusammengestellt, die mit Akupunktur behandelt  werden können. Dazu gehören:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Neurologische Erkrankungen wie Migräne, Spannungskopfschmerz, Phantomschmerz, Lähmungen und Schlafstörungen
  • Chronische Rückenschmerzen
  • Arthrose
  • Asthma
  • Funktionelle Magen-Darm-Störungen
  • Hepatitis
  • Hauterkrankungen wie Nesselsucht und Neurodermitis


Akupunktur als Alternative

Der Anwendungsbereich für Akupunktur ist groß, Nebenwirkungen gibt es kaum. Akupunktur kann durchaus eine echte Alternative für Patienten sein, die bereits alle herkömmlichen Behandlungen erfolglos ausprobiert haben oder sich bewusst für eine alternative Heilmethode entscheiden. Jeder Patient sollte jedoch genau darauf achten, dass die Behandlung durch eine qualifizierte Kraft erfolgt.

Bildquelle: Max Tactic – Fotolia

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