Beiträge vom: März, 2009

Autor: Michael

Bei einer Blutarmut (Anämie) ist die Fähigkeit des Blutes, Sauerstoff zu transportieren eingeschränkt, so dass es in der Folge zu einer Minderversorgung des Körpers mit Sauerstoff kommen kann. Eisenmangel ist dabei Ursache Nummer eins.

Blutkörperchen © wikipedia

Bei einer Blutarmut steht der Bedarf an Sauerstoff mit seiner Deckung nicht im Einklang. Dies kann angeboren oder erworben beziehungsweise durch Krankheiten ausgelöst sein. Ursachen können in der Störung der Bildung von roten Blutkörperchen, der Blutbildung im Knochenmark oder ein zugenommener Abbau sein.

Konzentrationsprobleme, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit sind typische Symptome einer Blutarmut und resultieren aus der schlechten Sauerstoffversorgung. Ursachen der unzureichenden Blutbildung ist zu 80 Prozent Eisenmangel, denn das Spurenelement Eisen wird unter anderem zum Aufbau von roten Blutkörperchen benötigt.

In der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Blutarmut

Vor allem in der Schwangerschaft oder während der Menstruation besteht die Gefahr, dass aufgrund des hohen Blutverlustes Blutarmut entsteht. So ist der Eisenbedarf in der Schwangerschaft, sowie Frauen im gebärfähigen Alter im Allgemeinen und bei Kindern im Wachstum erhöht.    [...mehr]


Autor: Michael

Gallensteine treten bei einem großen Anteil der Bevölkerung auf, Frauen sind meist häufiger betroffen als Männer.

Gallensteine sind eine sehr häufige Erkrankung und werden meist erst zu einem späteren Stadium erkannt. Das Vorstadium wird oft übersehen erst wenn Beschwerden auftreten werden sie durch diagnostische Verfahren wie den Ultraschall erkannt.

Was sind Gallensteine?

Gallenflüssigkeit wird in der Leber produziert und in der Gallenblase gesammelt, so lange bis eine Ausschüttung in den Dünndarm erforderlich wird zur Fettverdauung. Die zähe Gallenflüssigkeit gelangt über die sogenannten Gallenwege in den Dünndarm und besteht unter anderem aus Lecithin, Cholesterin und Gallensalzen, die in einem bestimmten Mischungsverhältnis enthalten sind. Ändert sich nun die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit prozentual, kann es zu einer Kristallisation innerhalb der Gallenblase kommen. Diese Veränderung kann auch durch Medikamente herbeigeführt werden.

Die Kristalle nennt man Gallensteine. Diese können entweder in der Gallenblase selbst oder in den Gallengängen auftreten. Zunächst bilden sich viele kleine Kristalle, der sogenannte Gallengries, der nur sehr selten diagnostisch zu erfassen ist. Viele Gallensteine bleiben unbemerkt, bis sie aus der Gallenblase abgehen, man spricht hier von einer Gallenkolik. Wenn sich die Steine in die Gallenwege abgesetzt haben und diese verstopfen, treten ebenfalls Beschwerden auf.    [...mehr]


Autor: Stephanie

Autoimmunerkrankungen sind Angriffe unseres Immunsystems an unserem eigenen Körper.

Immunsystem © wikipedia

Manchmal passiert es leider, dass das Immunsystem seine Schlagfestigkeit nutzt um nicht die Eindringlinge anzugreifen, sondern das eigene Geweben im Körper.

Wie und Warum kommt dieser Fehlmechanismus zustande?

Möglicherweise ist der Hauptgrund für ein solches Verhalten eine unzureichende Auslese von T-Zellen im Thymus. Er prüft dort normalerweise ob die Helferzellen für ihre weiteren Aufgaben bereit sind. So werden solche die mit körpereigenen MHC reagieren ausgemustert. Bei Autoimmunerkrankungen wird dies nicht erkannt. MHC Erkennungsmoleküle des Körpers.

Es kann sein, dass bstimmte MHC-Anteile vergleichbare Strukturen aus körperfremden Proteinen haben, in beiden Fällen werden T-Zellen aktiv.

Anschaulicher wird dies, wenn man an Typ-I und II Diabetes denkt. Hier liegt auch eine gestörte Immunabwehr zugrunde. Die im Pankreas befindlichen Inselzellen sind die Orte der Produktion für Insulin. Ihr MHC wird von Helferzellen bei Typ I Diabetes nicht als körpereigner Stoff erkannt und somit angegriffen. Folglich kann Insulin im Körper nicht mehr Glucose zu den Zielzellen bringen und muss von aussen zusätzlich zugeführt werden.

Vergleichsweise laufen diese Prozesse bei der multiplen Sklerose ab. Hier produzierten die T-Zellen Botenstoffe zur Bekämpfung der Myelinscheidenzellen, wodurch die Scheiden irreversibele Schäden davontragen.

Autoimmunerkrankungen sind nicht heilbar!

Da gibt es leider auch keine Möglichkeiten zur Vorsorge, ausser bei Typ II Diabetes vielleicht.

Bei Rheuma attackieren die Helferzellen ein noch unbekanntes Antigen der Gelenkkapseln. Ähnlich wie oben findet ein poröser Prozess statt und führt zu schmerzhaften Entzündungen.

Systemischer Lupus erythematodes führt zu Entzündungen der Haut und ruft rheumatische Beschwerden hervor. Dies wird hervorgerufen, weil Antikörper an die Blutgefäßzellen binden und Komplexe bilden, die eben diese Entzündungen verursachen.    [...mehr]


Autor: Michael

Die Zystoskopie ist eine hilfreiche Untersuchung bei Blasenbeschwerden. Sie wird zumeist ambulant durchgeführt.

Die Blasenspiegelung ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem ein Zystoskop (ein wahlweise flexibles oder starres Instrument zur Untersuchung der Blase) in die Harnröhre eingeführt wird um eventuelle Veränderungen der Schleimhaut oder des Gewebes einzusehen.

Zystoskopie© flickr / striatic

Die Untersuchung wird normalerweise ambulant und ohne Narkose durchgeführt, stattdessen wird auf das Instrument ein narkotisierendes Gleitmittel aufgebracht, das eventuelle Schmerzreize unterdrückt. Nur in seltenen Fällen wird eine Narkose in Betracht gezogen.

Die Zystoskopie ist bei Männern, durch die längere und gebogene Harnröhre, eine schwierigere Untersuchung.

Anwendung der Blasenspiegelung

Blasenspiegelungen werden dann durchgeführt, wenn zum Beispiel vermehrt Blasenentzündungen, Schmerzen beim Harnlassen oder Schmerzen im Unterbauch auftreten. Mit der Zystoskopie lassen sich Veränderungen der Blasenschleimhaut und Wucherungen feststellen. Außerdem ist sie eines der erfolgreichsten Diagnoseverfahren bei Blasensteinen. Auch Entzündungen wie die Cystitis lassen sich so abklären.

Die Zystoskopie ist weiter ein Verfahren um mögliche Ursachen einer Reizblase abzuklären. Der Vorteil einer Blasenspiegelung liegt in der Einsicht ohne operatives Verfahren und mit direktem Blick auf mögliche Veränderungen, im Gegensatz zu Ultraschall oder anderen bildgebenden Verfahren.

Komplikationen

Dadurch, dass der Eingriff ambulant erfolgt und meist ohne Narkose durchgeführt wird, gibt es nur selten Komplikationen. In einigen Fällen treten Rötungen, leichte Blutungen und Schmerzen beim Wasserlassen auf, da die Blasenschleimhaut oder die Harnröhre gereizt oder verletzt werden können. Wenn zu diesen Beschwerden, Fieber und Schmerzen umliegender Organe hinzukommen sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, da zu befürchten ist, dass Bakterien eine Infektion verursacht haben.

Vorbereitung

Die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten sollte vor einer Zystoskopie mit dem Urologen abgeklärt werden, da durch die Untersuchungen sonst vermehrt Blutungen auftreten können.    [...mehr]


Autor: Michael

Lippenherpes ist eine ansteckende virale Infektion. Ähnlich wie andere Herpesviren kann er über Jahre inaktiv sein.

Lippenherpes hat man oft ein Leben lang. Eine einmalige Infektion kann dazu führen, dass der Herpes regelmäßig auftritt und dann wieder für Jahre inaktiv bleibt.

Lippenherpes © flickr / sugree

Ähnlich seinem Verwandten, dem Varizella-Zoster-Virus, das Windpocken und Gürtelrose verursacht, tritt auch Herpes Simplex nicht immer hervor.

Der Lippenherpes, auch Fieberbläschen genannt, wird durch das Herpes Simplex Virus 1 (HSV I) hervorgerufen, das in seiner zweiten Form auch den Genitalherpes verursacht. Bei der initialen Infektion, die meist im Kindesalter erfolgt, bilden sich eitrige Bläschen in der Mundhöhle, die aufplatzen können und übelriechend sind. Die Infektion geht mit hohem Fieber und einer Lymphknotenschwellung einher.

Bei einer Zweitinfektion bilden sich die charakteristischen Bläschen an den Lippen oder an der Nase. Während der Akutphase des Lippenherpes sind die Träger des Virus hochvirulent, d.h. Körperkontakt mit einer betroffenen Stelle kann zur Infektion mit dem HSV führen. Deshalb sollte der Verzehr von Getränken aus dem gleichen Glas und der Austausch von Küssen, in dieser Zeit nicht erfolgen.    [...mehr]


Autor: Michael

Die Darmspiegelung oder Koloskopie ist eine wichtige Maßnahme im Kampf gegen den Darmkrebs oder anderen Darmkrankheiten. Leider wird sie oft nicht durchgeführt, da viele Patienten Komplikationen fürchten.

Früh erkannt hat man mit Darmkrebs eine gute Prognose, allerdings ist eine der wichtigsten und effizientesten Untersuchungsmethoden die Darmspiegelung, die allseits noch gefürchtet wird.

Endoskopischen Untersuchung © flickr / Andy G

Bei einer Koloskopie wird eine Instrument rektal in den Dickdarm (Kolon) eingeführt. Das Koloskop hat eine Art Kamera an der Spitze, die Bilder auf einen Bildschirm überträgt. Werden Wucherungen oder auffälliges Gewebe entdeckt, ist es möglich mit dem Koloskop, Proben zu entnehmen (Biopsie).

Da die Darmspiegelung endoskopisch durchgeführt wird und eventuelle Gewebeentnahmen mit Hilfe des Instruments minimal-invasiv vorgenommen können, erfolgt die Untersuchung meist ambulant bei einem Facharzt.    [...mehr]


Autor: Stephanie

Scharlach ist eine bakterielle Infektion. Dies bedeutet, dass Bakterien in uns, also dem Wirt, eingedrungen sind um sich zu vermehren. Die Symptome von Scharlach sind dabei Nebenwirkungen, die aufgrund der Infektabwehr auftreten.

Sich schuppende Hand © wikipedia / Martin Kronawitter

Die ersten Anzeichen einer Erkrankung sind jedoch nicht solch ein Ablösen der Haut, sondern mehr Fieber-, Hals- und Kopfschmerzen. Dass heisst, es deutet zunächst alles auf eine Erkältung hin.

Doch Streptococcus pyogenes geht weiter und verursacht dicke Mandeln, welche schnell eitern werden, es auch nicht leichter auf Scharlach zu kommen. Spätestens bei einem plötzlichem Erbrechen sollte man aufmerksam werden, dass es sich hier wohl nicht um einen grippalen Infekt handelt.

Es ist auch die Phase, in der sich der Hautausschlag entwickelt. Dabei gilt, je weniger dieser ausgeprägt ist, desto besser wirken die Abwehrkräfte des Erkrankten. Der Ausschlag ist ziemlich hartnäckig und breitet sich auch mal über den ganzen Körper aus. Interessant ist, dass er dabei immer Mund und Kinnpartie ausspart.

Für Scharlach typisch ist die rote “Himbeerzunge”. Ansteckend ist die Infektion bis zu drei Wochen. Diese Zeit kann durch Medikamente verkürzt werden.    [...mehr]


Autor: Michael

Die Reizblase oder hyperaktive Blase ist keine eigenständige Krankheit aber ein Symptom, das auf verschiedene Blasenerkrankungen hinweisen kann. Meist leiden Frauen unter einer Reizblase.

Die Reizblase ist eine Form der Inkontinenz, die vor allem bei  Syndromen wie Blasenentzündungen (Cystitis) oder anderen Blasenerkrankungen auftritt. In einigen Fällen kann sie auch psychosomatisch bedingt sein.

Reizblase © flickr / Espis

Anzeichen

Wenn man unter einer Reizblase leidet, uriniert man sehr häufig, doch nur in geringen Mengen. Wird dem Drang zum Wasserlassen nicht nachgegeben, entleert sich die Blase meist selbstständig.    [...mehr]