Beiträge vom: Mai, 2008

Autor: Michael

Unter einer Arzneimittelallergie versteht man eine Unverträglichkeit auf einen Medikamtenwirkstoff. Stellen Sie sich vor, sie leiden unter einer Angina tonsillaris, sprich einer Mandelentzündung. Ihr Arzt verordnet Ihnen nun ein Penicillinpräparat. Die Einnahme erfolgt nun 1-3 mal täglich,um eine schnelle Linderung des Halses zu bewirken.

Jedoch bei der Einnahme, nicht direkt bei der ersten Tablette, bemerken Sie Nebenwirkungen. Nebenwirkungen können starker Ausschlag im Gesichtsbereich sein, oder akute Atemnot.

Somit müssen Sie nun direkt ihren Arzt aufsuchen, um die Sachlage mit ihm zu klären. Der Arzt wird nun herausfinden, das es sich um eine Unverträglichkeit gegen den Wirkstoff Penicillin handelt. Nun wird ihnen ein neues Präparat verschrieben, das nicht den Wirkstoff Penicillin enthält, jedoch dieselbe Wirkung auf ihre Mandelentzündung hat. Ein Ersatzpräparat könnte zum Beispiel Erythromycin sein.

Der Arzt ist nun verpflichtet, in ihrer Akte zu vermerken, das sie eine Penicillinallergie haben. Somit kann es nicht mehr passieren, das er ihnen dieses Präparat verordnet. Zudem werden sie einen Allergie Ausweis erhalten, indem erneut dieser Eintrag erfolgt. Dies ist dafür geeignet, das sie diesen Ausweis in ihrer Geldbörse stets bei sich tragen. Sollte ihnen ein Unfall zustossen und sie das Bewusstsein verloren haben, ersieht fast jeder Anhänger Medizinischer Berufe - Notarzt, Arzt oder Krankenschwester - aus ihrem Pass, das sie eine Unverträglichkeit gegen diese Medikament aufweisen.

Komischerweise sind unter Ärzten kaum spezialisierte Allergologen gefragt, wie sich z.B. aus den Helios Stellenangeboten sehen lässt, werden in dieser Richtung von den großen Kliniken nur HNO-Ärzte gesucht, die Allergologie als Weiterbildungsfach sehen dürften. Hat die klassische Schulmedizin auf diesem Gebiet also Nachholbedarf?    [...mehr]


Autor: Kerstin

Es ist meist nur eine Bewegung - dafür umso schmerzhafter: der Wadenkrampf. Seine genauen Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt, diskutiert wird unter anderem ein Mangel an Magnesium.

Während einer sportlichen Bewegung kommt es an der Muskelzelle zu einem Aktionspotential. Durch Einstrom von Kalium - Ionen wird dieses wieder beendet. Gleichzeitig werden Calcium - Ionen daran gehindert, zurück in das Sarkomer der Muskelzelle aufgenommen zu werden. Durch Magnesium - Ionen im normalen Konzentrationsbereich wird dieser Vorgang begünstigt. Fehlt Magnesium dagegen, kann es unkontrolliert wieder zu neuen Aktionspotentialen kommen, die in ihrer Summe schließlich zur schmerzhaften Kontraktion des Muskels führen.
Eine Zufuhr von Magnesium lässt sich zum Beispiel über die im Handel erhältlichen Brausetabletten ausgleichen, deren Wirkung aber nicht ganz unstrittig ist. In einigen Lebensmitteln finden sich zudem höhere Mengen an Magnesium. Dazu zählen unter anderem Vollkornbrot, Milch, Kartoffeln, Bananen, aber auch Schokolade und Erdnüsse.

Der Spasmus kann auch auf einen Mangel anderer Elektrolyte, die bei sportlicher Aktivität vermehrt mit dem Schweiß ausgeschieden werden, hinweisen. Dazu zählen neben Natrium und Kalium auch Chlorid. Der Mangel lässt sich aber durch eine ausreichende Zufuhr an Mineralwasser kompensieren.

Neben dem sportlich bedingten Wadenkrampf kann es außerdem auch während der Nacht oder beim Schreiben zu Krämpfen kommen.

Bei häufig auftretenden Krämpfen sollte unbedingt eine Abklärung beim Arzt stattfinden. Mögliche Ursachen können neben dem Elektrolytmangel nämlich auch ein Muskelfaserriss, ein Bandscheibenvorfall oder eine Nervenreizung sein.    [...mehr]


Autor: Kerstin

Birke © Kerstin

Die ersten warmen Tag des Jahres: die Wiesen blühen, Pollen fliegen und die Beschwerden vieler Menschen steigen. Diagnose: Heuschnupfen.

Zirka 20 Prozent der Bevölkerung leiden an der in Fachkreisen als saisonale allergische Rhinitis bezeichneten Krankheit. Sie gehört zu den atopischen Erkrankungen und geht mit einer vermehrten Produktion von IgE – Antikörpern einher, die Entzündungen in der Nasenschleimhaut verursachen. Folgen sind neben dem Reizhusten, dem Juckreiz und der Sekretion, auch das Verstopfen der Nase, medizinisch als Obstruktion bezeichnet.

Für die Erkrankung sind nicht nur genetische Faktoren verantwortlich - es spielen auch Umwelteinflüsse eine wichtige Rolle. So sind vor allem die Industrie- Nationen betroffen, während die Länder der dritten Welt kaum an Allergien leiden. Grund dafür sind der hohe Hygienestandard und die Zugewinne in der Lebensqualität im Vergleich zu den Entwicklungsländern.

Die allergische Rhinitis tritt bereits bei Kindern auf. Beim Erstkontakt mit potenziellen Allergenen (Substanzen, die Allergien auslösen können) kommt es allerdings noch nicht zu den beschriebenen Entzündungsreaktionen. Vielmehr werden diese vom Phagozytose- System des menschlichen Körpers erkannt und dem Immunsystem präsentiert. Das Phagozytose- System wird vertreten durch die Makrophagen, auch Fresszellen genannt, die dazu da sind, unbekannte Stoffe aus dem menschlichen Körper zu eliminieren.

Das Immunsystem ist dann in der Lage Antikörper gegen die unbekannte Substanz zu bilden und bei einem wiederholten Kontakt zum Schutz des Menschen freizusetzen.

Ein chronischer Verlauf der Erkrankung birgt die Gefahr von Komplikationen und Langzeitfolgen: neben Veränderungen der Nasenschleimhaut kann auch eine Störung des Geruchsinns eintreten. Daher ist eine konsequente Therapie dringend notwendig, Hausmittel sind unangebracht. Neben den H1-Antihistaminika und den Glucocorticoiden, ist es seit wenigen Jahren auch möglich eine Hyposensibilisierung durchzuführen. Dabei wird den Betroffenen ein Allergensubstrat in steigender Dosierung gespritzt. Wird die Höchstdosis erreicht, folgen weitere drei Jahre, in denen die Immuntherapie fortgesetzt wird.

Trotz aller bisherigen Erfolge besteht weiterhin viel Handlungsbedarf in der Therapie – damit auch Betroffene den Frühling in vollen Zügen genießen können.

Weitere Infos und News zum Thema Heuschnupfen auf wellblog

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Autor: Kerstin

2006 wurde eine Schutzimpfung für Frauen vor dem ersten Geschlechtsverkehr eingeführt. Jetzt arbeitet ein Forscherteam an der Entwicklung eines Wirkstoffes, der bereits infizierte Frauen vor der Krebserkrankung bewahren soll.

ImpfungDer Gebärmutterhalskrebs ist bei Frauen nach dem Brustkrebs weltweit die zweithäufigste Krebsform. Auslöser sind die durch den Geschlechtsverkehr übertragenen humanen Papillomaviren, kurz HPV genannt. Die bereits zur Verfügung stehende Impfung soll vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgen. Dabei richtet sich die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, kurz Stiko, des Robert-Koch-Institutes an weibliche Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahre, wobei die Kosten der Impfung von den Krankenkassen übernommen werden. Darüber hinaus wird sie aber auch den Frauen ab 18 Jahren empfohlen. Der Impfstoff richtet sich gegen die Hochrisikoviren HPV 16 und HPV 18.

Einer Meldung des deutschen Krebszentrums (DKFZ) zufolge ist es nun gelungen eine Vakzine gegen die oben genannten HPV Typen zu entwickeln. Der Impfstoff besteht aus einem Protein des Papillomavirus, der mit einem Eiweiß aus dem Hepatitisvirus verbunden wird. Dieser Komplex regt das Immunsystem des Menschen an, das sich daraufhin gegen das eigentliche Virus richtet. Es soll somit möglich werden Frauen in unterschiedlichen Stadien der Infektion zu schützen.

Laut Pressemeldung des DKFZ erwarb die spanische Pharmafirma Chimera Pharma SL die Rechte für die weitere Entwicklung. Es muss nun abgewartet werden, wann und ob der neue Hilfsstoff zum Einsatz kommen wird.    [...mehr]


Autor: Michael

Der Zyklus der Frau beträgt 28- 35 Tage. Als “Zyklus” wird der Zeitram von einer Monatsblutung zur nächsten bezeichnet. Die Blutung dauert ungefähr 3-7 Tage. Der Zeitraum von Menstruation zum nächsten Eisprung variiert je nach Stresslevel, geistiger Befindlichkeit oder physischen Besonderheiten. Der Zeitraum vom Eisprung bis zur nächsten Menstruation liegt relativ konstant bei 12 bis 16 Tagen. Das bedeutet, dass der variierende Zeitraum von Menstruation zum Eisprung zwischen 13 und 20 Tagen lang sein kann.

Die fruchtbare Zeit der Frau liegt eigentlich bei nur einem Tag innerhalb des Zyklus, nach dem Eisprung. Da Spermien aber bis zu vier Tage im Körper überdauern können, wird dieser Tag in der Theorie auf ein Fenster von fünf Tagen erweitert. Wie gesagt variiert der Zeitraum bis zum Eisprung aber individuell und muss nicht jeden Monat der gleiche sein - deswegen ist es schwierig, den genauen Zeitpunkt der Fruchtbarkeit festzulegen. Oft wird das Fenster auf 9-10 Tage erweitert.

Hier sieht man bereits, dass es nicht ratsam ist, dieses Wissen als Verhütungsmittel anzuwenden. Man kann nicht genau bestimmen, wann die fruchtbaren Tagen sein werden um in dem Zeitfenster auf Sex zu verzichten. So ist es sehr leicht möglich, ungewollt schwanger zu werden.

Die sogenannten Eisprungkalender versuchen, das Wissen um die fruchtbaren Tage der Frau anzuwenden, um bei einer Schwangerschaft zu helfen. Man gibt das Datum der letzten Periode ein, und bekommt einen Kalender geliefert, der die Periode anzeigt, den Tag des Eisprungs, das “Fruchtbarkeitsfenster”, sowie meistens noch den Zeitpunkt, an dem ein Schwangerschaftstest wirksam ist.

Manche Kalender zeigen auch noch an, zu welchem Zeitpunkt der fruchtbaren Tage ein Junge oder ein Mädchen produziert werden kann. Da die “männlichen” Spermien schneller sind als die “weiblichen”, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Jungen höher, wenn der Geschlechtsverkehr am Tag des Eisprungs stattfindet. Da weiterhin die weiblichen Spermien länger überleben als die männlichen, ist die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen höher, wenn der Sex zu Beginn der fruchtbaren Phase stattfindet.

Das Problem am Eisprungkalender dürfte erneut an der fixen Einteilung der Zyklusdauer liegen. Zu Anfang gibt man die letzte Zyklusdauer ein und der Kalender wird auf dieser Basis erstellt. Damit ist die Angabe der fruchtbaren Tage bestenfalls ungenau. Es gibt auch komplexere Kalender, die mehrere Zyklen speichern und den Durchschnitt errechnen.

Es kann nicht schaden, sich in der Schwangerschaftsplanung nach einem Eisprungkalender zu richten. Es sollte jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass hier verlässliche Ergebnisse geliefert werden, da der Kalender eigentlich nur das rechnet, was man sich selbst auch denken könnte. Der Unsicherheitsfaktor in der Zyklusdauer bleibt, und somit wenigstens ein bisschen Abenteuer.    [...mehr]


Autor: Michael

Die Schwangerschaft sensibilisiert. Sensibilisiert gegenüber ansteckende Krankheitserreger. Insbesondere eine Gürtelrose in der Schwangerschaft löst große Unsicherheit bei den Frauen aus. Auch wenn Frauen in ihren Schwangerschaftswochen an der Gürtelrose erkrankt sind, so ist das ungeborene Kind nicht gefährdet. Denn die Viren gelangen nicht in das Blut der Mutter und somit auch nicht in den Mutterkuchen.

schwangere Frau

Die Gürtelrose bedingt eine Infektion mit den Windpocken. Und Frauen, die die Windpocken zumeist in ihrer Kindheit ausgeheilt haben, behalten den Virus im Körper und können somit eine Gürtelrose entwickeln. Denn die Gürtelrose ist die zweite Infektion mit dem Windpockenvirus, der nicht in die menschliche Blutbahn gelangt. Daher ist eine Gürtelrose in der Schwangerschaft nicht gefährlich für das Kind, und auch ungefährlich, aber schmerzhaft für die Frau. Eine Medikation ist in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Aber der Arzt sollte unbedingt aufgesucht werden, mit dem die richtige Heilbehandlung besprochen werden muss.

Die Gürtelrose ist die späte Folge einer früheren Infektion mit den Windpocken, sodass eine ausgebrochene Gürtelrose in der Schwangerschaft nicht gefährlich ist. Eine Gefahr für das ungeborene Kind besteht erst dann, wenn die Mutter die Windpocken noch nicht hatte und sich mit diesem Virus infiziert. Ansonsten ist die Schwangerschaft nicht gefährdet.    [...mehr]


Autor: Michael

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat eine Studie der Universiät Greifswald zum Verhalten deutscher Frauen in der Schwangerschaft erschreckende Resultate geliefert: Das Institut befragte über einen Zeitraum von 3 Jahren gut 3000 Schwangere. 20 % davon, also jede fünfte, rauchen während der Schwangerschaft weiter.

Die Ausrichtung des Artikels auf die angebliche “Unterschichtsherkunft” der schwangeren Raucherinnen halte ich für Meinungsmache, das Ergebnis an sich aber spricht Bände: Dieses Ergebnis spiegelt drastisch das medizinische Aufklärungsdefizit wieder, welches in manchen Bereichen Deutschlands, gerade bei jungen Leuten, vorherrscht. Rauchen während der Schwangerschaft ist kein Kavaliersdelikt, sondern gefährdet das Kind. Da das Nikotin die Blutgefäße verengt, ist es möglich, dass der Fötus keinen Sauerstoff mehr erhält oder die Nährstoff-Versorgung gestört wird.

Die Folgen sind für die Mutter genauso schlimm wie für das Neugeborene: Das Kind kann im Wachstum zurückbleiben oder dauerhafte Hirnschäden davontragen. Das Problem dabei ist meiner Meinung nach, dass der Aufklärungston von Ärzten meistens neutral und wissenschaftlich ist, wenn man Raucherinnen in der Schwangerschaft vor allem eins sagen sollte:
Hallo, du verkrüppelst dein Kind gerade! Nein, es ist nicht in Ordnung, es ist dumm und es ist vor allem unfair dem Neugeborenen gegenüber, wenn du weiterhin rauchst.

Mir geht es nicht darum, rauchende Schwangere ins Zuchthaus zu sperren oder über den Kamm der Nichtbildung zu scheren, letzteres tut meiner Meinung nach der SZ-Artikel. Die Frage, ob man in der Schwangerschaft raucht oder nicht, ist jedoch unabhängig von allen gesellschaftlichen Diskussionen oder Mainstream-Ansichten bzw der Rebellion gegen diese. Es gibt nur eine Antwort: Es ist dämlich und gefährlich.

Es sollte deswegen keine gesundheitspolitische Diskussion geführt werden, wie der Staat hier regulierend eingreifen kann, das ist unmöglich. Ich sehe die Verantwortung einzig und allein bei der Schwangeren selbst, die nicht wollen kann, dass ihr Kind durch eigene Schwäche schon vor der Geburt zu Schaden kommt.    [...mehr]