Beiträge vom: Februar, 2008

Autor: Michael

Die Meldung verbreitete sich wie ein Lauffeuer: Anfang 2008 forderte ein erneuter Ausbruch der Pest auf Madagaskar 18 Menschenleben.

Der Vorfall beweist: Die Pest, von vielen als mythisch überhöhte Geißel des Mittelalters betrachtet, ist kein Phänomen der Vergangenheit. Tatsächlich trat die Pest auch im 20. Jahrhundert gelegentlich auf; meist in Ländern, deren hygienische und medizinische Versorgung mangelhaft war, bisweilen aber auch in vermeintlich gut versorgten Industrienationen; 1992 etwa forderte ein Pestausbruch in den Vereinigten Staaten zwei Tote. Allerdings kann sie heute mithilfe von Antibiotika relativ einfach und zuverlässig bekämpft werden.

Ratten brachten die Pest im 14. Jahrhundert nach Europa.

In den Jahren 1347-49 suchte die verheerendste Katastrophe des gesamten Mittelalters das Abendland heim: Vom Mittelmeerhafen Kaffa ausgehend, verbreitete die Pest sich innerhalb weniger Monate über ganz Europa; erreichte 1349 schließlich auch Deutschland, England und Schweden. Man geht inzwischen davon aus, dass ein Handelsschiff Ratten eingeführt hat, die infizierte Rattenläuse mitbrachten. Vom Biss dieser Tiere infiziert, dauert die Inkubationszeit beim Menschen zwischen einigen Stunden und sieben Tagen. Im 14. Jahrhundert waren die Chancen auf Heilung aussichtslos; ein Infizierter galt quasi als tot und wurde selbst von seinen Nächsten gemieden. Es ist überliefert, dass Ärzte und Priester sich weigerten, die Kranken zu besuchen. Im Osten Europas scheint man bisweilen gar Infizierte, die noch nicht gestorben waren, beerdigt zu haben - manche von ihnen befreiten sich aus ihren Gräbern; man vermutet, dass der Vampirmythos unter diesem Umständen geboren wurde. Die Zahl der Todesopfer der als “Schwarzer Tod” in die Geschichtsbücher eingegangenen Pandemie wird inzwischen auf zwischen 20 und 25 Millionen geschätzt. Man muss davon ausgehen, dass rund ein Drittel der Bevölkerung ihr zum Opfer fiel. Die Krankheit fegte in mehreren Wellen in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts über den Kontinent und prägte wie keine andere Katastrophe - seien es Kriege, Hungersnöte, Vertreibungen oder andere Krankheiten - die Weltsicht des späten Mittelalters.

Heutzutage kann die Pest zwar medizinisch - mithilfe von Antibiotika - behandelt werden; ihre akute Gefährlichkeit büßt sie deshalb aber keineswegs ein. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig diagnostiziert, bestehen nur geringe Heilungschancen. Die Diagnose der Beulenpest ist über Erreger im Blut oder das Sekret der Beulen möglich; im Falle der Lungenpest wird der blutige Auswurf untersucht. Impfungen sind möglich, bieten aber nur für drei bis sechs Monate Schutz; ferner stellen sie für sich bereits eine Gefährdung dar, da viele Menschen sie nicht vertragen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher nur die Impfung von akuten Risikogruppen - also Menschen, die mit infizierten Nagetieren oder Läusen in Kontakt kommen können; und auch diese nur unter Vorbehalt. In erster Linie durch die verbesserte Infrastruktur und das schnelle Informationswesen konnten größere Verbreitungen der Krankheit im zwanzigsten Jahrhundert verhindert werden; strenge Quarantänen und kurzfristige Hilfsprogramme trugen dazu bei, dass die Pest eine Verbreitung wie im 14. Jahrhundert wohl nicht mehr erfahren wird.    [...mehr]


Autor: Michael

alte Apotheke flickr©Ela48

Der Einsatz von Internet-Apotheken sorgt in Deutschland immer noch für Kontroversen. Das negative Bild, welches vor allem durch private zwielichtige Arzneimittelanbieter entstanden ist, wirft ein völlig falsches Bild auf ein Genre, das dank der kurzen Lieferwege und dem Wegfall von Zwischengebühren zu einer Entlastung des Gesundheitssystems führen kann.

In anderen Ländern funktioniert das Vertreiben von Medikamenten schon wesentlich reibungsloser. Die benötigten Medikamente werden zum Teil 30 Prozent billiger angeboten, gerade Medikamente die ohne schon sehr kostenintensiv sind, ist dieses Verfahren äußerst lohnenswert. Die Basis für die die günstigen Angebote liefert eine Berufsgruppe, die in der Außendarstellung sehr zu leiden hat – Pharmaberater. Sie bilden prinzipiell die Schnittstelle zwischen den Pharmaherstellern und den Ärzten. Beratungen und die Vorstellungen von neuen Medikamenten bei Ärzten sind die elementaren Aufgaben eines Pharmaberaters. Internetapotheken beschäftigen gleich mehrere von ihnen, um die neuesten Entwicklungen nicht zu verpassen und auch, um einen guten Draht zu den Herstellern zu besitzen.

Internet-Apotheken bieten auch eine hervorragende Plattform für neue Stellenangebote. Natürlich rechnen Experten damit, dass es zu Schließungen einiger Apotheken-Filialen kommt, aber letztendlich werden das Gesundheitssystem sowie die Krankenkassen finanziell deutlich entlastet. Die Entwicklung in Deutschland muss man aber noch abwarten.    [...mehr]


Autor: Michael

Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst hat ihren Pollenflugkalender für das Jahr 2008 aufgrund der klimatischen Veränderungen im mitteleuropäischen Raum anpassen müssen. Die aktualisierte Prognose geht von einer deutlichen Steigerung des Pollenvorkommens aus; damit sind Allergiker die Ersten, welche die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommen. So haben Allergie Ratgeber jetzt einen neuen Pollenkalendar für das Jahr 2008 herrausgegeben.

Die Experten stellten bei der Auswertung von Daten der vergangenen acht Jahre den Korrekturbedarf fest. Der neuen Prognose zufolge wird die Pollenbelastung besonders in den sonst relativ belastungsarmen Monaten - Januar, Februar, November - zunehmen. Aus medizinischer Sicht ist dieser Umstand besonders besorgniserregend, weil die aufgrund der höheren Belastung vermehrte Einnahme von Medikamenten letztlich die Sensibilisierung eines Allergikers noch vergrößern - und damit die allergischen Beschwerden verschlimmern - kann.    [...mehr]


Autor: Michael

Der Tinnitus ist bei den Menschen mit sehr vielen Vorurteilen und Missverständnissen behaftet. Oftmals klagen Patienten über einen Tinnitus, wobei das Geräusch, das sie wahrnehmen, eine ganz andere Ursache hat. Zudem wird Tinnitus wie allseits angenommen nicht als Krankheit eingestuft, sondern als Symptom.

Dies lässt sich wissenschaftlich ganz einfach belegen, denn laut Studien klagen über 90 Prozent von nicht hörgeschädigten Menschen in einem geräuschisolierten Raum nach nur fünf Minuten über einen einsetzenden Tinnitus. Hierbei wird aber kein Klingeln im Ohr wahrgenommen, sondern Geräusche wie das Fließen des eigenen Blutes. Daraus erklärt sich auch die eigentliche Problematik des Tinnitus, denn der Betroffene nimmt Geräusche wahr, die keine äußere Quelle besitzen.

Das menschliche Innenohr © wikimediaDie akustische Wahrnehmung des betroffenen Patienten kann sich äußerst vielfältig gestalten, so treten Pfeiftöne auf, Brummen, Klingel, Klopfen oder ein permanentes Rauschen. Auch die Intensität kann ganz unterschiedlich vom Patienten wahrgenommen werden. Einige berichten von einer gleichbleibenden Belastung, wiederum andere beschreiben eine Steigerung der Geräuschkulisse. Fakt ist, dass der Tinnitus eine unglaubliche Belastung für die Betroffenen darstellt. Die permanente Auseinandersetzung mit dem Geräusch, auch oder gerade vor dem Einschlafen, kann gesundheitliche

Schädigung nach sich ziehen, weil man sich dauerhaft durch das Geräusch belästigt fühlt.Beim Tinnitus muss die Medizin aber zwei unterschiedliche Arten voneinander trennen. Beim objektiven Tinnitus nimmt der Betroffene eine äußere Geräuschquelle wahr, die für andere kaum hörbar sind. Diese Form des Tinnitus tritt weniger häufig auf als der subjektive Tinnitus. Dieser kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Ganz häufig ist er die Folge von Erkrankungen für Entzündung des Ohres, Mittelohrentzündung oder bakterielle Infektion. Lärmereignisse wie Knalltraumata an Silvester oder Lärmtraumata nach einem Diskobesuch sind bei jungen Menschen oftmals die Ursache. Außerdem können Hörstürze, Tauchunfälle und zahlreiche Krankheiten den Tinnitus auslösen, der im hohen Alter immer häufiger auftritt.

Da Tinnitus bei den Betroffenen in ganz unterschiedlicher Form auftritt, gibt es natürlich keine Behandlungen, die auf alle Patienten anzuwenden sind. Individuelle Therapien müssen durch die Zusammenarbeit von Betroffenen und Ärzten gefunden werden.    [...mehr]


Autor: Michael

Hase mit Frühjahrsmüdigkeit © flickr / jpockele

Aufgrund der - mal wieder - relativ hohen Temperaturen und des milden, frühlingshaften Klimas insgesamt organisieren sich in den Baumwipfeln bereits die Chöre der Singvögel; manche Tierart zieht die Brunftzeit um ein paar Wochen vor.

Das vermeintlich angenehme Wetter hat aber auch zurfolge, dass die sogenannte “Frühlingsmüdigkeit” dem ein oder anderen Menschen in unseren Breiten zu schaffen macht. Aber, Frühlingsmüdigkeit - was ist das eigentlich?

Unter Frühlingsmüdigkeit versteht man eine Mischung aus Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Antrieblosigkeit und (gelegentlich) depressiven Beschwerden, die bei manchen Menschen im März und April auftreten. Oder eben etwas früher, wenn das Wetter nur tüchtig verrückt spielt. Zwar vermuten Mediziner, dass die Ursachen der Frühlingsmüdigkeit in einem unausgeglichenen Hormonhaushalt und einer falschen, weil immer noch dem Winter angepassten, Ernährung zu suchen sind - bewiesen sind diese Thesen bislang noch nicht. Fest steht lediglich, dass eine leichte, vitaminreiche Ernährung, sowie ausreichend Bewegung und Schlaf den Symptomen entgegenwirken.

Tatsächlich muss der menschliche Körper seinen Hormonhaushalt im Frühling umstellen; und auch der “natürliche Hunger” verändert sich: Während wir im Winter - intuitiv ;-) - gerne fett und kalorienreich essen, um unsere Fettreserven aufzubauen, bevorzugen wir (?) im Sommer leichtere, vitaminreiche Nahrungsmittel.

Wer sich in den kommenden Wochen also öfter schlapp und müde fühlt, sollte es mal mit Schlaf, Vitaminen und Joggen versuchen - wirkt Wunder!    [...mehr]


Autor: Michael

Hätten Sie gewusst, dass Ohrentropfen optimalerweise körperwarm sein sollten? Und dass sie, wenn sie zu kalt sind, Schwindelgefühle und Kopfschmerzen verursachen können?

Grapefruitsaft darf nie mit Medikamenten eingenommen werden - das wissen die meisten. Aber welche Feinheiten es außerdem zu beachten gilt, ist häufig unbekannt: Apotheker gehen davon aus, dass rund 40 Prozent aller verschriebenen Medikamente falsch oder gar nicht eingenommen werden.

Im harmloseren Fall bedeutet das, dass die Medikamente in ihrer Wirksamkeit reduziert werden. Unter Umständen kann die falsche Einnahme aber auch gefährlich werden - Beispiel Grapefruitsaft: Das Getränk hemmt ein bestimmtes Enzym in Darmschleimhaut und Leber. Medikamente werden in der Folge in gesteigerter Menge aufgenommen; was letztlich zu Vergiftungserscheinungen führen kann.

Wer eisenhaltige Medikamente zusammen mit Tee oder Kaffee einnimmt, riskiert, dass die enthaltenen Pektine sich mit dem Eisen im Darm in feste chemischen Verbindungen zusammenfügen. Und wer besonders fett oder ausgiebig isst, muss damit rechnen, dass ein Schmerzmittel erst viel später - wenn überhaupt - Wirkung zeigt.

Eine solche Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Zwar führen die Beipackzettel der Medikamente inzwischen einen genauen Katalog der Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auf - aber über die Art der Einnahme sagen sie immer noch recht wenig aus. Grundsätzlich gilt: Wenn ein Getränk zur Einnahme vonnöten ist, empfiehlt sich unbedingt Wasser. Und die Formulierung “auf nüchternen Magen” bedeutet nicht kurz vor dem Essen, sondern mindestens eine halbe Stunde davor. Verschiedene Fachzeitschriften und Internetseiten versuchen inzwischen, die korrekte Einnahme bestimmter Medikamente zu katalogisieren. Bis allerdings das Wissen um die richtige Art der Einnahme in der breiten Öffentlichkeit angelangt ist, dürften noch ein paar Jahre vergehen, in denen 40 Prozent umsonst geschluckt werden …    [...mehr]